Fast schon zweite Heimat,

Teil 1

Noch gar nicht lange ist es her, dass wir aus Norwegen zurück gekehrt sind. Die Skiferien im April in Hemsedal sind noch nicht vergessen. Jetzt freuen wir uns auf weitere 6 Wochen Sommerferien in Norwegen. Gepackt haben wir weit im Voraus und am Moby Dick wurden noch Kleinigkeiten umgebaut und so starten wir gut vorbereitet bereits wieder am letzten Schultag. Die Fahrt geht bis zur Insel Fehmarn und von dort mit der Fähre nach Dänemark. Weiter an Kopenhagen vorbei und über die Öresundbrücke nach Schweden. Die Einreise nach  Norwegen und die Kontrolle beim Zoll (wg. Jazz) klappt problemlos. 
Diesen Sommer möchten wir wieder die Lofoten, die kleineren Vesterålen Inseln und nochmals Senja erkunden. Auf dem Weg zurück in den Süden ist die Tour zur Trolltunga geplant. Natürlich ist wie so oft in Norwegen sehr viel vom Wetter abhängig und so könnten die Pläne auch wieder anders aussehen. Einfach überraschen lassen. 
Die Anreise vom Bodensee bis in den hohen Norden ist anstrengend. Der erste Übernachtungsstopp ist im Dovrefjell NP, den wir ja bereits bestens kennen. Unsere Freunde die Moschusochsen werden wir nicht besuchen. Am nächsten Tag geht die Fahrt weiter auf der E6 bis kurz vor Mo i Rana. Hier schlafen wir am kleinen Hafen auf einem Bobilplatz direkt am Wasser. Ganz nett für eine Nacht. Sonnig startet der Tag und die Fahrt geht weiter über die Saltfjell-Svartisen Hochebene bis nach Bognes. Von Bognes fahren wir mit der Fähre bis nach Lødingen. Das erste Ziel ist die kleine Vesterålen Insel Hadseløya. Hier möchten wir uns von der anstrengenden Anreise erst einmal zwei Tage richtig ausruhen. 

Bilder können zum Ansehen angeklickt werden. Schlafplatz im Dovrefjell NP, die Snøhetta, 
Schlafplatz am kleinen Hafen vor Mo i Rana, 

Jazz genießt die Abendsonne 

Fahrt von Mo i Rana bis Bognes, mit der Fähre nach Lødingen.
Der Nationalberg „Stetind“

Die kleine Vesterålen Insel „Hadseløya“,  

Teil 2

Letztes Jahr haben wir die beiden Hauptinseln der Vesterålen, Langøya und Andøya besucht. Hadseløya ist die kleinste Insel der Vesterålen. Sie wird auch die grüne Insel genannt. Und das ist sie wirklich. Die Berge sind nicht besonders hoch dafür aber in sattes Grün getaucht. Eine Umrundung der Insel ist gut mit dem Fahrrad möglich. Gerade einmal 42 km braucht man dazu. Hauptsitz der Insel ist das kleine Städtchen Stokmarknes mit dem Hurtigruten Museum. Sonst gibt es hier nicht viel und es geht sehr ruhig und gemütlich durch den Tag. Es gibt eine alte Straße die um die Insel führt, hier und da ein Häuschen, oft auch verlassen. Im Hafen von Melbu gibt es die Möglichkeit auf die Lofoten überzusetzen. Wir sind hierher gekommen um uns nach der Anreise etwas auszuruhen. In der Sonne zu sitzen, mit dem SUP zu paddeln und eine kleine Wanderung zu unternehmen. Außerdem gibt es hier ein sehr nettes Café. Das Keramik Café Blå liegt abgelegen in der Nähe des Sandstrandes Kollvika. Hier gibt es schöne selbst getöpferte Keramik. Wir finden einen schönen freistehenden Stellplatz direkt am Wasser an einem kleinen Strand mit Blick auf die Rückseite der Lofotenkette. 

Bilder können zum Ansehen angeklickt werden. 
Die Rückseiten der Lofotenkette. 
unser freistehender Platz direkt am Strand auf Hadseløya. 
Ein Herz auf der Landzunge Tean. 

Das Keramik Café Blå

Paddeln mit dem SUP auf die vorgelagerten Inseln. 

Abends einfach die Ruhe genießen. Jazz sieht den Schafen zu und kann hier buddeln wie er mag. Wir entdecken noch eine Robbe. 
Bilder können zum ansehen angeklickt werden. 

Finnsæterkollen und Småflotten

Der Tag startet noch sonnig. Heute möchten wir auf den Finnsæterkollen. Da Lena seit zwei Tagen erkältet ist starten Ralf und ich mit Jazz alleine. Wir packen die Mountainbikes und den Anhänger für Jazz aus und radeln 4 km vom Moby Dick bis zum Ausgangspunkt der Tour. Es ist ein etwas kleinerer Berg, als rot (mittel) im norwegischen Führer markiert. In den norwegischen Bergen geht es oft gerade nach oben und nicht in Serpentinen. So ist es auch beim Finnsæterkollen. Steil nach oben. Die Aussicht während des Aufstieges ist schön, die Temperatur mit 23 Grad warm und etwas drückend. Unterwegs treffen wir auf Jazz Freunde „ die Schafe“. Wir gehen über den Finnsæterkollen weiter bis zum Småflotten. Oben angekommen sieht man über dem Hadselfjord linksseitig bis nach Langøya (Vesterålen) und rechtsseitig die Lofotenkette. Schön, alleine hier oben zu sein. Auch Jazz genießt die Aussicht. Nach einer großen Pause geht’s zurück und wir radeln gemütlich mit Fahrtwind zum Stellplatz. Heute wird noch mit dem SUP gepaddelt und später gepackt für die morgige Weiterfahrt. Um 22 Uhr werden wir mit einem doppeltem Regenbogen belohnt. 

Bilder können zum Ansehen angeklickt werden. 
Los geht’s. 

Vesterålen Insel Langøya, 

Teil 3


Einen kleinen Teil der Insel Langøya haben wir bereits letztes Jahr schon gesehen, bzw. sind hier die Dronningruta gelaufen. Da dann das Wetter letztes Jahr hier auf der Insel nicht besonders gut war, haben wir beschlossen diese Saison nochmals einen Versuch für weitere Touren zu starten. Wir finden einen wunderschönen freien Stellplatz direkt oberhalb des Prestfjordes mit Blick auf die Gipfel des Navarsborrfjellet und der Insel Skogsøya. Abends werden wir mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt. Ja, sogar einige Einheimische aus Myre und Umgebung treffen sich hier oben um die letzten Sonnenstrahlen zu genießen.
Warum wir auch nochmals hier auf der Insel sind? In Nyksund, einem ehemaligem Fischerdorf gibt es unserer Meinung nach die besten Fish & Chips weit und breit. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen und geben Punkt 12 Uhr unsere Bestellung auf. Danach gehts flott weiter nach Hovden. Dort hatten wir bereits letztes Jahr einen tollen Stellplatz am Strand und zum Glück ist noch alles so wie damals. Das Wetter ist wechselhaft und es weht ein kalter Nordwind. Wir hoffen auf die nächsten 2-3 Tage damit wir was Nettes laufen können. 
PAUSENTAG! Die Nacht von Freitag auf Samstag ist unruhig mit starkem Wind und Regen… und so zieht es sich den ganzen Samstag hindurch. Bis auf einen kurzen Lichtblick und den nutzen wir und gehen auf eine Anhöhe um die schönste Bucht Hovdens von oben zu sehen. 

Bilder können zum Ansehen angeklickt werden. Freistehender Stellplatz oberhalb Prestfjord gegenüber Insel Skogsøya. 
Es gibt leckere Pfannkuchen. Unser Rentier- und Schafsfell halten warm. 

Sonnenuntergang am Stellplatz oberhalb des Prestfjordes (auch bei Einheimischen sehr beliebt)

Unser Norwegermädchen Lena 

Bilder können zum Ansehen angeklickt werden. Nyksund: ist immer ein Besuch wert. Schon allein wegen der leckeren Fish & Chips in der Holmvik Stua. 

Hovden: verlassen, einsam und doch wunderschön

Einer von unseren Lieblingsstellplätzen in Hovden 

Bilder können zum Ansehen angeklickt werden. 
In Hovden wohnen über das ganze Jahr nur 5 Menschen. Im Sommer sind es 50. Die alten Häuser werden hier als Sommerhäuschen genutzt. Es gibt drei wunderschöne Strände, einen kleinen Hafen, ein Sommercafe (Storhavet Cafe) und Trockengestelle an denen der im Winter gefangene Dorsch zum Trocknen aufgehängt wird. 

Jazz weiß sich gegen Wind und Wetter zu schützen. Zuerst ein Loch buddeln, sich einrollen und die Schnauze unter die Rute stecken. 

Bilder können zum Ansehen angeklickt werden. Ein Regentag mit starkem Wind. Mittags ein kurzer Lichtblick und wir laufen an den Strand und genießen die warmen Sonnenstrahlen. 

Traumbucht von Hovden, oberhalb des „Malnesstrandes“

Anhöhe oberhalb des Malnesstrandes. 

Trehyrna (Der Dreihörnergipfel)

Die Tour Trehyrna stand letztes Jahr schon bei uns auf dem Plan. Leider hatten wir damals sehr schlechtes Wetter. Dieses Mal passt es, der Wind hat deutlich nachgelassen und ab und zu zeigt sich die Sonne. Die Tour ist im Führer als schwarz (schwer) angegeben. Sie startet an der Passhöhe nach Nykvag, oberhalb Sandvikhalsen, ein Strand mit zwei vorgelagerten Vogelfelsen. Eine Besonderheit dieser Tour ist die „Abwesenheit“ von Schafen. Jazz wird sie vermissen. Zuerst geht es etwas bergab am See Trehyrnavatnet vorbei um dann wieder durch ein Birkenwäldchen aufzusteigen. Ist die Baumgrenze erreicht zeigt sich das Geröllfeld das man 300 Höhenmeter überwinden muss. Erst danach ist man am Fuß der drei Hörner angekommen. Die Mädels lassen wir hier mit Jazz an einem kleinen Felsunterschlupf zurück. Ralf und ich möchten auf das höchste Horn. An einer Kante beginnt der zum Gipfel führende Ostgrat. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ist hier Voraussetzung mit leichter Block- und Felskletterei. Mit Hund sind die Hörner nicht machbar. Oben angekommen eröffnet sich uns ein Blick über Langøya, die Vogelfelsen und bis zu den Lofoten. Nach einer Pause steigen wir zwei ab und sammeln die Mädels und Jazz mit ein. Unseren nächsten Übernachtungsplatz haben wir schon entdeckt. Direkt am Strand gegenüber den Vogelfelsen. Ein wunderschönes entspanntes Fleckchen. Es gibt Burger und abends laufen Ralf und ich mit Jazz noch auf das Bufjellet, eine Anhöhe oberhalb des Strandes und der Vogelfelsen 
Wir genießen das warme Licht und die Aussicht. Von der wunderschönen Vesterålen Insel Langøya werden wir uns am nächsten Tag verabschieden und unsere Reise fortsetzen. 


Oben angekommen. 

Bilder können zum Ansehen angeklickt werden. 
Die Trehyrna von unten. Aufstieg über den Trehyrnavatnet mit Blick auf die Vogelfelsen. Unterschlupf der Mädels. Wegsuche auf dem Geröllfeld. Gipfel des höchsten Horns. 

Aussicht vom Gipfel auf die Küste von Nykvag, Hovden, Nyksund, die Vogelfelsen, und bis Bø. In weiter Ferne die Lofotenkette. 

Abends auf dem Bufjellet

Unser Übernachtungsplatz 

Fotomotive am Strand sammeln. Quallen in versch. Farben. Abends gibts Burger und Hot Dogs. Abendlicht auf dem Bufjellet, Sonnenuntergang am Strand. 

Lofoten Insel Flakstadøya „Zwischenstopp“

Teil 4


Wir verlassen die Vesterålen, ändern kurzentschlossen unseren Plan und entscheiden uns zuerst für die Lofoten. Senja evtl noch danach. Grund ist die aktuelle Wetterlage. Es meldet die nächsten 7 Tage Sonne pur / Sonnewolkenmix und da wir die für uns noch unbekannte Lofoten Insel „Væroy“ erkunden möchten, nutzen wir die Gelegenheit und buchen die Fähre. Da unsere Fähre erst am Mittwoch früh geht legen wir einen Zwischenstopp auf der Lofoteninsel Flakstadøya ein. Die kennen wir bereits sehr gut und schlafen für zwei Nächte auf dem Skærgårdcamping. Eine große Wiese, sehr einfach und eine superschöne Lage direkt am weißen Sandstrand. Wir erwischen einen Platz „direkt vorne“ am Strand. Da wir am späten Nachmittag ankommen, machen wir heute nicht mehr viel außer mit Jazz am Strand zu rennen und zu duschen. Die Sonne geht bereits schon um 22.29 Uhr unter. 

Guten Morgen! 

Mulstøtinden 

Wir entscheiden uns bei diesem tollen Wetter vor Ort etwas Kleines zu laufen. Der Mulstøtinden ist von unserem Campingplatz sehr gut zu erreichen. Wir laufen den Hinweg an der Straße entlang bis zum Startpunkt am Yttersand (Strand). Zuerst geht es eine Anhöhe hinauf, eigentlich eine sehr angenehme Steigung.. . doch es ist abartig warm und Lena läuft nur noch, so wie viele Norwegerinnen im Sport-Top und in Leggings weiter. Das ein oder andere Gestöhne bleibt nicht aus. Schon bei hochlaufen bekommt man einen wunderschönen Blick auf den Yttersandstrand, kleinere Sandstrände, die Flakstadøyabergkette und weit bis zu unserem Campingplatz. Oben angekommen geht es weiter über die Ytresandheia, ein langgestrecktes Plateau, das bis zum Gipfel des Mulstøtinden verläuft. Endlich weht ein angenehmer Wind. Wir genießen die großartige Aussicht auf weisse Strände und die Flakstadøyabergkette. Der Abstieg verläuft flott und wir laufen den Rückweg zum Campingplatz über den langen Yttersand (Strand)
Mittags genießen wir das warme Wetter bei eisgekühlter Cola, Kaffee, süßen Stückchen und Schokopudding mit Sahne (Lena). 
Einen grandiosen Sonnenuntergang (wie bereits hier vor zwei Jahren) mit rot glühenden Felsen beendet den schönen Tag. 

Start vom Campingplatz. Aufstieg bis zur Ytresandheia, Blick auf den Yttersand (Strand), zwischendurch kurze Pause und einfach den Ausblick genießen. 

Abstieg und Rückweg über den Yttersand (Strand)

Bilder können zum Ansehen angeklickt werden. 
"Ich brauche Zucker“! Gemütliches Paddel mit dem SUP.  Zum Abendessen gibt es Rentierfleisch mit Kartoffelbrei und Salat. 

Sonnenuntergang am Stellplatz 

Früh stehen wir auf! Unsere Fähre geht von Moskenes aus. Die Sonne strahlt, es ist warm und die Fahrt von Fredvang (unserem letzten Campingplatz) bis Moskenes ist sehr schön. Während der Fahrt knipse ich noch ein paar Bilder aus dem Auto heraus. Der Seegang ist rau und ich überlege mir, ob ich noch eine Tablette gegen Seekrankheit nehmen soll. Entscheide mich aber dagegen. Nach 1 1/2 Std. Fährfahrt kommen wir auf Værøy an. 

Fahrt von Fredvang bis nach Moskenes zum Fährhafen. Bilder können zum Ansehen angeklickt werden. 

Lofoten, Insel „Værøy“, 

Teil 5

Weit draußen abgelegen auf dem Nordmeer, mitten im Vestfjord liegt für uns die noch unbekannte kleine Lofoten Insel Værøy. Die Insel hat weiße Strände und großartige Wandergebiete. Værøy ist für ihre raue Witterungsverhältnisse und Fallwinde bekannt. 1986 wurde ein kleiner Flugplatz mit einer Landebahn gebaut und 1990 nach einem Flugzeugabsturz (wg Wind) gleich wieder geschlossen. Heute darf man auf diesem Rollfeld, umgeben von Wiesen und Nordmeer mit dem Wohnmobil campieren. Es gibt zwei Fährverbindungen, von Moskenes (Insel Moskensøya, Lofoten) oder von Bodø (Festland). Die zwei Siedlungen, heißen Sørland und Nordland. Im Sommer brüten in den steilen Vogelfelsen Tausende von Seevögeln, wie Papageitaucher, Trottellummen und viele mehr. Bekannt ist die Insel aber für eine besondere, einzigartige Hunderasse, die Lundehunde, auch Papageienhunde.  Diese Hunde wurden zum Fangen von Papageitauchern (Norw.  Lunde) eingesetzt. 

Bilder können zum Ansehen angeklickt werden. Geschlafen wird auf dem Rollfeld des ehemaligen Flughafens direkt am Meer mit Strand und unterhalb des Hornet. Ralf und ich laufen mittags zum Hornskaret und noch weiter zum Hornet hinauf. Wir wollen diese steile Geröllrinne zuerst einmal testen ob diese mit Hund und den Mädels machbar ist. Ziel ist es am nächsten Tag auf den Håen zu steigen, dies über Hornskaret, dem Hornet und über die Håenheia. Man kann diesen Berg zu Fuß auch über eine schmale Straße erreichen. Auf dem Gipfel des Håen befindet  sich eine alte NATO Station. Von oben soll der Ausblick auf den Måhornet und dem darunter liegendem Puinn Strand traumhaft sein. Wir lassen uns überraschen. Auf jeden Fall werden wir die Tour mit Jazz und den Mädels starten und uns für den Rückweg eine Alternative überlegen (um die Rinne runterwärts zu umgehen). Abends erleben wir wieder mal einen fantastischen Sonnenuntergang unterhalb des Hornet am Skiphalsen Strand.

Bilder können zum Ansehen angeklickt werden. Holzhäuschen in Nordlandshagen, kleines Dorf vor dem Rollfeld. Älteste Kirche der Lofoten aus dem Jahr 1714. Unser Stellplatz auf dem Rollfeld.  

Bilder können zum Ansehen angeklickt werden. Start zum Hornskaret, Skiphalsen Strand unterhalb Hornet, Geröllrinne zum Hornskaret, Ausblick vom Hornet. Unterhalb alter Fahrweg zur NATO Station. 

Sonnenuntergang am Skiphalsen Strand. 

Håen über Hornskaret, Hornet und Håenheia

Um 8.30 Uhr geht es los. Von Skiphalsen (direkt an der alten Landebahn) startet die Tour zum Hornskaret und im Anschluss geht es weiter auf den Hornet um dann über die Håenheia zum Håen zu gelangen. Die Strecke Hornskaret  ist sehr steil und verläuft komplett über einer Geröllrinne. Wenn man die Rinne hinter sich gelassen hat geht es angenehm steil auf einem Weg weiter bis zum Hornet hinauf. Von oben hat man einen tollen Ausblick auf Sørland und die umliegende Bergkette. Der Hornet fällt zum Meer hin senkrecht ab. Die Mädels und Jazz meistern die Geröllrinne klasse. Auf dem Hornet weht ein strammer Wind und rasch steigen wir von diesem bis auf die Håenheia ab. Über die Heia dürfen die Mädels im Wechsel mit Jazz am Zuggurt laufen. Bis zum Håen geht es gemütlich über die Heia weiter. Parallell verläuft weiter unten die alte Straße zur NATO Station. Oben am Håen angekommen eröffnet sich uns, über einen stark ausgesetzten, steil abfallenden Abgrund einen fantastischen Blick auf die Bergkette Måhorenet und den Puinn Strand. Diese Bergkette wird auch Drachenschwanz genannt. Klein erkennt man noch den verlassenen Ort Måstad. Die Sonne lässt sich nochmals richtig blicken. Die Mädels, Jazz und ich laufen über die Heia und den alten Fahrweg zurück nach unten. Ralf geht über den Hornet und Hornskaret zurück zur Landebahn und holt uns mit Moby Dick in der Nähe von Sørland ab. Geschlafen wird wieder auf der Rollbahn. Unsere Nachbarn, Norweger aus der Nähe von Bodø laden uns noch, wenn wir von den Lofoten zurückkehren zu ihnen nach Hause zum Essen ein. Es gibt Bacalao Ein sehr schöner aber auch anstrengender Tag geht zu Ende. 

Bilder können zum Ansehen angeklickt werden. Aufstieg zur Hornskaret und zum Hornet, Gipfel des Hornet, gemütlich über die Håheia. In weiter Ferne die NATO Station. 

Ausblick vom Gipfel des Håen auf den Puinn Strand, den Måhornet und Måheia. 

Nochmals einen wunderschönen Sonnenuntergang am Rollfeld. 


Fahrradtour von Nordland nach Sørland 

„Laufpause“. Wir packen unsere Fahrräder und den Anhänger für Jazz aus. Heute wird geradelt. Wir möchten auf die andere Inselseite nach Sørland, zum Hafen und zum Rullesteinstrand. Dies ist ein Strand mit vielen runden Steinen. Die Strecke bis Sørland ist hin und zurück 16 km lang, Es gibt eine kleinere steilere Steigung. Jazz darf die gesamte Strecke (außer die Steigung und dann wieder bergab) bei mir neben dem Rad herlaufen. Das klappt super, da hier fast kein Verkehr auf dieser schmalen Straße ist. Zuerst radeln wir an den  Hafen, dort liegen viele Fischerboote und zum Teil auch sehr, sehr alte zerfallene Häuser. Der alte Leuchtturm Fyret thront auf einem Felsen. Sørland lebt vom Fischfang. Es gibt einen kleinen Supermarkt,  der gleichzeitig die Post und ein Cafe /Imbiss beinhaltet. Hier ist der Treffpunkt der Einheimischen. Ein paar Meter weiter befindet sich ein kleines nettes Kiosk. 
Anschliessend geht es nach Sørlandshagen wo in einer Bucht der Rullesteinstrand zu finden ist. Es liegen tatsächlich nur runde oder ovale Steine am Strand, in allen Farben oder auch gesprenkelt. Nach einer Pause radeln wir wieder ins ortsansässige Café und essen ein leckeres Softeis mit Haselnusskrokant. Von hier kann man sehr nett dem täglichen Treiben zusehen. Der Rückweg mit dem Rad geht flott. Abends zeigt sich noch die Sonne und wir spielen Mensch ärgere dich nicht. Ein Einheimischer von Værøy erzählt uns noch, dass im diesjährigen Frühjahr der letzte Lundehund von Værøy verstorben ist. 

Hier macht radeln auf der Hauptverkehrsstraße Spaß! 

Am Hafen von Sørland 

Bilder können zum Ansehen angeklickt werden. Am Hafen. Altes Fischerboot. Das frühere Telegraphenhaus und der alte Leuchtturm Fyret. 

Wir entdecken noch dieses alte, verlassene Haus am Ende von Sørland 

Sørland von oben. Der Rullesteinstrand in Sørlandshagen 

Nordlandsnupen. 

Obwohl der Nordlandsnupen der höchste Berg Værøys ist und die anderen Berge nur wenig überragt hat man von hier oben einen tollen Ausblick auf die gesamte Bergkette. Wir starten früh und radeln bis zur Bucht Breivika. Über eine Wiese folgt man dem Pfad ins Breivikdalen Tal. Weiter geht es nach rechts oben über das Kalvskaret und folgt dem Westgrat des Nordlandsnupen. Der Aufstieg ist etwas steiler und geht dann leicht bergab. Die restlichen Meter gehen ausgesetzt am Grat entlang mit etwas Kletterei. Von oben ist die Bergkette Værøys zuerst in Wolken gehüllt, diese verschwinden aber bald. Wir machen oben am Gipfel eine ausgiebige Pause und genießen die Aussicht und die warme Sonne. Ein Seeadler fliegt noch über uns hinweg. Der Abstieg geht rasch, wir schwingen uns auf die Räder und radeln zur Rollbahn zurück. 
Wie fast jeden Abend genießen wir bei warmen Wetter und Sonne pur unseren Aperol Spritz. Der Sommer dieses Jahr im Norden Norwegens ist wahnsinnig schön.  Viel Sonne, warm und trocken. Wie wir von Norwegern aus Bodo erfahren regnet es im Süden seit Tagen stark. 

Der Nordlandsnupen 

Bilder können zum Ansehen angeklickt werden. 
Die Haupverbindungsstrasse von Værøy. Blick über die Bucht Breivik. Im Hintergrund der spitze Hornet. Aufstieg über den Westgrat. Die Insel Mosken und im Hintergrund die Lofotenkette. Jazz genießt die Aussicht. Am Gipfel begrüßt uns ein Seeadler. 

Ausblick vom Nordlandsnupen über die Bergkette Værøys bis zum Håen, die kleine Insel Mosken und die Lofotenkette. 

Bilder können zum Ansehen angeklickt werden. 
Unser Freund der Seeadler. 
Jazz: „Ich bin heute geradelt und viel gelaufen, ich bin platt!“
Aperol Spritz bei angenehmen 23 Grad. Seit 5 Tagen unser Lieblingsplatz am Skiphalsen Strand. 

Diesen Platz werden wir vermissen. 

Måstad

Die Siedlung Måstad wurde 1970 aufgegeben (der letzte Bewohner verließ das Dorf), sie war nur per Boot oder zu Fuß zu erreichen. Früher lebten die Menschen vom Fischfang und der Jagd auf Papageitauchern. Um die Vögel aufzuspüren wurden spezielle Jagdhunde 
( Lundehunde) eingesetzt. Der Lundehund ist eine Art Norwegischer Spitz und wird auch Måstadhund genannt, weil der Ursprung aller Lundehunde Måstad ist. 
Morgens regnet es noch bis 11 Uhr (nach tagelangem Sonnenschein). Wir, (Ralf, Jazz und ich, Mädels machen eine Pause) gehen die Tour von Nordland bis Måstad (14 km hin und zurück). Startpunkt ist der Skiphalsen Strand am Rollfeld. Der Weg führt über einen steilen grasbedeckten Berghang,  geht dann wieder hinunter aufs Meer zu und über einen Strand. Entlang der Küste geht es über Felsen, Steinpfade und Steinstrände.  Bei Eidvika, wo  Værøy am schmalsten ist führt der Weg auf die Südostseite der Insel. Der Weg zieht sich endlos über einen Berghang, bevor er hinunter zur verlassenen Siedlung Måstad führt. Auf der gegenüberliegenden Seite sieht man den Håen und den Puinn Strand. In der Siedlung stehen noch ein paar zerfallene Häuschen/Bauernhäuser, die restlichen wenigen Häuser wurden renoviert und werden als Sommerhäuschen genutzt. Bald machen wir uns auf den Heimweg, es ist bereits 15.30 Uhr. Zäh verläuft der Rückweg und wir sehnen uns nach Feierabend. Diese Küsten/Bergwanderung empfinden wir beide als etwas anstrengend. Gegen 17.30 Uhr kommen wir am Moby Dick an und genießen noch die Sonne bei einem Cappuccino. 

Verlassenes Måstad. 

Auf gehts nach Måstad. Eine abwechslungsreiche Wanderung. Weg entlang der Südostseite, gegenüber Bergkette mit dem Håen und Puinn Strand. 
In der Ferne Måstad. 

Vergangene Zeit in Måstad. 

Neue Zeit in Måstad. Alte Häuschen wurden renoviert und werden als Sommerhäuschen genutzt. Zum Teil vermischt sich alt mit neu. 

Wir verlassen das Rollfeld von Værøy! Auf dem Weg zur Fähre, zurück auf die Hauptinseln der Lofoten. 

Zurück auf die Lofoten Hauptinseln, Flakstadøya, Ramberg,

Teil 6

Unsere Fähre von der wunderschönen Lofoten Insel Værøy läuft verspätet um 23 Uhr aus. Um 0.30 Uhr kommen wir in Moskenes auf der Lofoten Insel Moskensøya an. Es regnet stark. Wir beschließen auf die Schnelle nach Å zu fahren um dort auf einem Parkplatz direkt am Freilichtmuseum zu schlafen. Dort können wir dann morgens gleich in der kleinen Bäckerei leckeres Brot und gedrehte Zimtschnecken kaufen. Der Parkplatz ist um die Uhrzeit schon recht voll mit Womobilen und sonstigen Übernachtlern. Bald schlafen wir ein und wachen mit Nieselregen am nächsten morgen wieder auf. 
Nachdem wir beim Bäcker unsere Leckereien besorgt haben beschließen wir uns vorerst vom Süden der Lofoten zu verabschieden und Richtung Lofoten Norden zu fahren. Die Hauptinseln der Lofoten sind dieses Jahr wieder sehr gut besucht. Das war damals zu Coronazeit sehr, sehr entspannt. Im Norden ist es etwas besser. Wir schauen noch im Lofotenshop in Ramberg vorbei und fahren nach Leknes zum Großeinkauf. In Ramberg auf dem Lofoten Beach Camp bekommen wir einen Platz in vorderster Reihe. Das Camp kennen wir schon recht gut. Ralf und die Mädels werden am nächsten Tag einen Surf Kurs besuchen während Jazz und ich das Spektakel vom Strand aus beobachten werden. Den Abend beenden wir auf der Terrasse des Beach Clubs mit leckerem Essen und   „Aperol Spritz“. 

Leckeres aus der Bäckerei Å. 

Getrocknete Seeteufelköpfe zu kaufen in Sakrisøy

Wir sind wieder da! Lofoten Beach Camp, ein Campingplatz zum Wohlfühlen

Bilder können zum Ansehen angeklickt werden. Das Hauptgebäude mit Duschen, Toiletten. Im vorderen Bereich zum Meer das kleine Restaurant mit Terrasse. Die neue Sauna. Bunte Surfbretter… überall… Surfen, die Hauptbeschäftigung an diesem Strand. Gutes Essen! 
Lofoten Vanlife! 

Bilder können zum Ansehen angeklickt werden.
Guten Morgen bei Sonnenschein. 

Heute startet der dreistündige Surfkurs von Lena, Anna und Ralf 

Im Nordmeer surfen… klar, nur mit dickem Neopren, Handschuhen, Schuhen und Haube. 

Wir sind bereit! Im Gänsemarsch an den Strand, ganz schön schwer das Brett. Zuerst ein warm up am Strand oder auch Trockenübungen? 

Bilder können zum Ansehen angeklickt werden. 
Die ersten Versuche… gar nicht schlecht! 

Anna braucht nach 1 1/2 Std. eine Pause, Lena auch.. mir ist so warm!  Kurzes Austauschen untereinander. 

Hat super Spaß gemacht, mega anstrengend und kalt war uns überhaupt nicht. 

Über die Ballstadheia zum Nonstinden

Wir starten für einen Tagesausflug früh von Ramberg Richtung Ballstad auf die Insel Vestvågøya. Die Ballstadheia ist eine weite Hochfläche am südwestlichen Zipfel von der Insel Vestvågøya. Die Tour werden wir erweitern, indem wir weiter auf den Nonstinden steigen. Startpunkt der Tour ist Ballstad am Kræmmervika-Schotterplatz. Der erste Anstieg bis auf die heia ist recht steil und steinig. Danach geht es über eine weite Ebene, die Ballstadheia. Schon beim Aufstieg hat man einen Ausblick auf das Fischerörtchen Ballstad. Auf der Ballstadheia angekommen geht es noch über einen mäßig steilen Hang hinauf zum Nonstinden. Oben ist der Ausblick über die steil abfallende Bergflanke sehr schön.  Man schaut direkt nach Ballstad hinunter und auf die Bergketten Vestvågøyas. In westlicher Richtung auf die Bergkette Flakstadøyas und den Nappstraumen, einer der stärksten Gezeitenströme. Der Nappstraumen durchschneidet die Lofoten und verbindet den Vestfjord mit dem Atlantik. Nach einer Pause steigen wir auf der anderen Seite über die Ballstadheia ab. Der Rückweg dauert etwas länger, da Anna und Ralf mal wieder im Blaubeerpflückfieber sind. Gegessen haben dann doch alle davon. Jazz treibt es auch nach unten… er riecht und hört mal wieder die Schafe. 
Auf der Rückfahrt zum Lofoten Beach Camp schauen wir noch bei den zwei Mädels von Seaweed Lofoten vorbei. Die Mädels ernten mit ihren eigenen Händen verschiedene Meerespflanzen wie Meergras, Tang und Algen. Nach der Trocknung produzieren sie daraus verschiedene Salze von grob bis fein (sehr lecker zu Fisch, Fleisch…). Weiterhin Nudeln (Tagliatelle), Körperhygieneartikel wie Lotion, Shampoon, Cremes…Sogar in ihren Zimtschnecken ist seaweed enthalten und so lecker.     www.lofotenseaweed.no.  (Leider kann ich keine Links einsetzen)
Natürlich kaufen wir wieder Salz und sonstiges ein.
Abends wird noch gepackt. Es geht am nächsten Morgen in aller Früh aufs Wasser zum Fischen. 

Über die Ballstadheia zum Nonstinden 

Bilder können zum Ansehen angeklickt werden. 
Erster Anstieg bis zur Ballstadheia. Über die heia geht es gemütlich weiter bis zum Aufstieg zum Nonstinden. In weiter Ferne die Lofoten Insel Værøy und die kleine Insel Mosken. 

Ausblick auf Ballstad und die Bergkette Vestvågøyas. 
Gemütliche Pause. Mal wieder froh oben zu sein. 
Ausblick auf den Nappstraumen und die Bergkette Flakstadøyas. Blaubeeren sammeln auf der heia, Stärkung für den Abstieg. 

Lofoten Seaweeds: „The future of food lies in the ocean.“

Leckere Tagliatelle. Verschiedene Salze, Schokolade,Seifen, Lotion, Shampoon..

Fischen in Nusfjord

Wer auf den Lofoten zum Fischen geht zieht „immer“ was an Land. Bereits 2021 waren wir hier zum Angeln und hatten einen Fisch nach dem anderen heraus gezogen. Es war fast zu viel.  Letztes Jahr hatten wir auf Senja und an der Atlantikstrasse nicht so großes Glück. Das Wasser in den Fjorden war zu warm. Das Boot für unsere geplante Tour haben wir wieder beim gleichen Bootsanbieter aus Nusfjord gebucht. Das klappt wieder alles super. Da es recht früh für uns los geht, haben wir unsere Angelausrüstung bereits am Vorabend gepackt. Nusfjord ist nicht weit von Ramberg entfernt. Nach der Bootsübergabe starten wir und verlassen den kleinen Hafen von Nusfjord. Im offen Meer werfen wir die Angeln aus. Ich gehe in Deckung. Letztes Jahr hatte ich beim Auswerfen einer Angel einen Angelhaken samt Köder in meiner Unterlippe stecken. Das ist mit drei Angler in so einem Boot gleich mal passiert. Es vergehen keine 20 Min. und Anna hat den ersten Fisch, einen Seelachs am Haken. Minuten später folgt der zweite Seelachs und gleich darauf der dritte, größte Seelachs (Ralf) den wir je gefangen haben. Ralf hat ganz schön Mühe ihn „ins Boot“ zu holen. Eigentlich reicht uns die Menge an Fisch schon. Da wir hier schon öfters fischen waren, fahren wir in den uns bekannten Skelfjord. Dort hatten wir mal eine Menge Dorsch gefangen. Dieses Mal bleibt der Dorsch aber aus. Dafür nehmen wir schon mal die gefangenen Fische aus und bekommen natürlich Besuch von vielen Möwen. Plötzlich taucht über uns ein großer, wunderschöner Seeadler auf. Er kreist über unseren Köpfen und setzt sich gegenüber von uns auf einen Holzpfahl. Natürlich will er auch was von den Fischresten abbekommen….doch die Möwen sind deutlich in der Überzahl und verjagen ihn regelrecht. Zufrieden mit unserem Fang kehren wir nach Nusfjord zurück. Wir hatten ja noch die Hoffnung die Orcafamilie zu sehen. In den Gewässern um die Lofoten hat eine Orcafamilie das ganze Jahr über ihr Zuhause. Zur Zeit sind sie in der Gegend um Nusfjord unterwegs. Sie wurden die letzten Tage schon öfters am Leuchtturm gesehen. Nachdem wir die Fische filetiert haben, essen wir noch eine Pizza, besuchen den Landhandel und verlassen schließlich das nette Dörfchen Nusfjord in Richtung Süd Lofoten. 

Ralfs größter Fang, ein Seelachs 

Bilder können zum Ansehen angeklickt werden. 
Das schöne Fischerdörfchen Nusfjord. 
Black-Legged Kittiwakes (krykkja). Heimat in Nusfjord  u. Arktis, ihre Population ist rückläufig. 
Der Landhandel beinhaltet ein gemütliches Café und einen Laden wo man regionale Produkte kaufen kann. Typische Rorbuerhäuschen. 

Lieber Fischkopf, du riechst aus dem Mund!

„Ich kann nicht hinschauen“!
Lena ist bereit zum Fischen. Unser Boot. 
Vor  Nusfjord im offenen Meer gibt es gerade viel Fisch. 
Anna fängt den ersten Fisch. Ralfs großer Seelachs. Jazz ist immer voll mit dabei. Motorbootfahren macht Spaß. 

Bilder können zum Ansehen angeklickt werden. 
Besuch von einem großen, wunderschönem Seeadler. 

Insel Moskensøya, Reinebringen 

Teil 7

Wir fahren von Nusfjord Richtung Süd Lofoten nach Reine. Bei schönem Wetter ist in Reine oft viel los. Die meisten Touristen finden hier das typische Bild der Lofoten, steile, schroffe Berge, die direkt in die Fjorde abfallen. Davor idyllische rote Rorbuerhäuschen wie auch in Hamnøy oder Sakrisøy. Im Coronajahr 2021 war es hier sehr still. Wir schlafen am Hafen auf einem Bobilplatz. Ralf und ich möchten morgen in aller Früh auf den Reinebringen Gipfel. Der Aussichtspunkt des Reinebringen ist einer der berühmtesten Spots der Lofoten oberhalb Reine. Man kann sich natürlich denken, dass dementsprechend auch viel Menschen dort hinauf möchten.  90 % der Touristen „schleppen“ oder „quälen“ sich nur bis zum Aussichtspunkt, weit entfernt des eigentlichen Reinebringen Gipfels. Nachdem sich in den letzten Jahren immer mehr Touristen durch die empfindliche Natur zum Aussichtspunkt des Reinebringen gekämpft hatten, wurde der Weg immer ausgetretener und gefährlicher. Das abschüssige Gelände verstärkte diese Gefahren zusätzlich. Es kam zu einigen Unglücken. Der Weg wurde letztendlich gesperrt. Man beschloss daraufhin einen neuen, sichereren Weg zu bauen bzw. die gefährlichen Passagen zu befestigen. Dafür engagierte die Kommune Sherpas aus Nepal, die bereits aus anderen norwegischen Projekten für ihre beeindruckende Arbeit unter extremen Bedingungen bekannt sind. Am Reinebringen haben sie nun eine weitere Meisterleistung erbracht. Ungefähr 1566 hohe Stufen über Steinblöcke und über 484 steile Höhenmeter muss man bis zum Aussichtspunkt bewältigen. Für Menschen mit schlechter Kondition eine echte Aufgabe. Die wirkliche Herausforderung ist zusätzlich aber der Weg bis zum Reinebringen Gipfel. Stark ausgesetzt, steil mit Kletterpassagen (auf/abklettern). 
Um 06.15 Uhr klingelt der Wecker. Ralf und ich laufen um 7.15 Uhr los Richtung Einstieg zum Reinebringen. Uns kommen schon die Ersten entgegen die bereits, wahrscheinlich zum Sonnenaufgang oben waren. Das kann ja heiter werden, dachten wir uns. Die anfänglichen Stufen sind leicht zu meistern und werden bei der ersten Steigung rasch steiler. Das erste „Ausruhbänkchen“ lassen wir links liegen. Die Stufen zu zählen, auf die Idee kommen wir  erst gar nicht. Die Beine werden ab der Hälfte der Strecke schon etwas schwerer, das zweite und dritte Ausruhbänckchen… Ab und zu kommt uns jemand von oben entgegen. Plötzlich hören die Steinstufen auf und wir stehen am Aussichtspunkt in schnellen 45 Min.  (wir sind allein) und der Ausblick oberhalb Reine ist wunderschön. Wir beschließen aber weiter in Richtung Gipfel aufzusteigen. Exponiert und steil abfallend am Grat führt der Weg bis zum Gipfel der „Hölle“ die Helvete. Bei den Kletterpassagen möchte ich gar nicht nach unten schauen. Irgendwie erscheint mir der Gipfel noch wirklich weit weg. Erst in über einer weiteren Stunde vom Aussichtspunkt entfernt werden wir den Gipfel über zwei weitere Felsabsätze erreichen. 
Allein auf dem Gipfel des Reinebringen. Unser Ziel haben wir erreicht. Unter uns der Blick auf den Forsfjord, Kjerkfjorden, Bunesfjord, Reinevågan, Reine, Hamnøy und die weite Lofotenkette. Eine kurze Genusspause und wir steigen wieder ab Richtung Aussichtspunkt. Von weitem sehen wir schon viele Menschen dort stehen. Es surrt! Eine Drohne fliegt über uns weg ( obwohl dort oben verboten!). Es wuselt. Auf der Steintreppe kommen uns sämtliche Nationalitäten teils heftig schnaufend, mit und ohne Kleinkinder auf dem Arm entgegen. Ein Tourist auf allen Vieren!! Wir können es nicht glauben. 
Kurz, Ralf und ich sind die Steintreppen schließlich im Eiltempo herunter „gejoggt“. Nicht um schnell unten zu sein, sondern um den Druck auf die Kniegelenke etwas zu minimieren. Verschwitzt kommen wir unten an. Für uns war es ein absolutes tolles Erlebnis, in jeglicher Hinsicht. 
Am Moby Dick angekommen, die Mädels haben sich um alles gekümmert…. wird gepackt. Und zwar unsere großen Rucksäcke. Das Wetter meldet noch 2 Tage schön. Kurzentschlossen werden wir doch noch die Tour zum Horseid Strand mit Zeltübernachtung starten. 

Ankommen in Reine, wieder bei strahlendem Wetter. 

Unsere Drohne fliegt vom Bobilplatz aus. 

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Das zweite Drittel bis zum Reinebringen Aussichtspunkt. 
Ein Ausruhbänkchen. Hinweisschilder.

Blick vom Aussichtspunkt aus. 

Aufstieg weiter Richtung Gipfel des Reinebringen. Kletterpassagen im ausgesetzten Gelände. 
Blick auf Reine mit Reinevågan.
Blick auf den Forsfjord, Bunesfjord, Kirkefjord. 
Wir sind allein! Selfie am Gipfel. 

Genusspause am Gipfel des Reinebringen 

Im Laufschritt nach unten, kurze Pause. 

Horseid Stranda, (Lofoten) Lofotodden Nationalpark 

Am äußeren Rand der Lofoten liegt ein abgelegener, wenig besuchter Strand, der sich fast zwei Kilometer tief ins Gelände erstreckt. Es gibt zwei Wege diesen Strand zu erreichen. Die erste Variante ist eine Tour vom Selfjord über die Berge (Selfjordhytta) zu wandern. Diese Tour ist sehr anstrengend und nicht ganz einfach, dauert ca. 7-8 Std. bis zum Strand. Die zweite Variante ist mit dem kleinem Schiff von Reinefjorden bis nach Kjerkfjorden zu fahren. Hier beginnt die zweite Tour. Diese dauert ca. 2 Std. Wir entscheiden uns für die zweite Variante, da Ralf und ich morgens ja noch den Reinebringen gemacht haben und es für den nächsten Nachmittag schlechtes Wetter meldet. Die Schiffsfahrt kennen wir bereits, da wir vor zwei Jahren die Tour zur Parallelbucht (Bunesstranda, Ausstieg Vindstad) gelaufen sind. 
Um 15 Uhr geht das Schiff, die Tickets reserviert. Das bedeutet für uns rasch packen. Zelt, Isomatten, Schlafsäcke, Proviant und für Jazz allerlei was er braucht. Zuerst ist Chaos aber bis jeder seinen Berg sortiert hat gehts flott voran. Die großen Rucksäcke sind voll und schwer. Pünktlich legen wir mit dem Schiff ab. Es sind noch jede Menge große Rucksäcke mit uns an Bord. Haben die das Gleiche vor wie wir? Das Schiff legt in Kjerkfjorden an und mit uns steigt nur ein Rucksackreisender aus. Alle anderen Reisenden fahren nach Vinstad und werden die Tour zum Bunesstranda starten. 
Die Tour startet am Schiffsanleger und geht danach ca. 300 Höhenmeter bergauf. Oben am Sattel angekommen ist das kleine Örtchen Kjerkfjorden nicht mehr zu sehen. Den Strand sieht man in weiter Ferne. Noch drei Kilometer. Der Weg geht steil bergab, teils über rutschige Steine. Noch immer sind es zwei Kilometer bis zum Strand. Linksseitig thront eine spitze massive Granitwand, der Breiflogtinden. Weiter geht es zuerst durch sumpfiges und danach durch feinsandiges 
Wiesengelände. Der reine Sandstrand zieht sich hier noch 1 km ins Landesinnere. Nach zwei Stunden Marsch finden wir einen wunderschönen Platz auf eine Anhöhe wo wir unsere Zelte aufschlagen können. Eine Handvoll Zelter sind noch da. Natürlich wird noch fleißig gekocht: Es gibt Fertigpowernahrung, Kalorienbombe von Trail Expeditionsnahrung. Rindfleisch/Kartoffeleintopf gefriergetrocknet, mit Wasser übergießen und ziehen lassen. Ein Genuss, schmeckt super gut… Dieser Strand ist perfekt für einen Sonnenuntergang. Zuerst orange und schließlich rot glühen die Felsen. Bald kriechen wir in unsere Zelte. Jazz darf heute bei den Mädels im grossen, Ralf und ich teilen uns das kleine Zelt. In der Nacht weht der Wind stark und auch morgens lässt er nur langsam nach. Früh scheint noch die Sonne und bald ziehen ein paar Wolken auf. Nach dem  Frühstück (Trail Müsli Strawberry Joghurt Chrunchy) wird gepackt und gegen 10.30 Uhr treten wir mit jetzt leichteren Rucksäcken den Rückweg an. Um 12.30 Uhr erreichen wir Kjerkfjorden und ich schlendere noch durch die verstreuten Häuschen. Um 15 Uhr fahren wir mit dem Schiff über Vindstad zurück nach Reinefjorden. Abends beginnt es zu regnen… so wie der Wetterbericht yr.no vorausgesagt hat… und das wohl die nächsten drei Tage. Eine Pause einlegen, tut uns jetzt allen gut. 

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Noch Chaos auf der Decke. Wir sind bereit. Auf dem Schiff ist’s gemütlich. Mit uns noch andere Rucksackreisende. 
Fahrt auf dem Kirkefjord vorbei an dem Ort Røstad. In weiter Ferne bereits Kjerkfjorden mit seinen bunten Häusern. 
Zuerst 300 Höhenmeter bis auf den Sattel, linksseitig der Breiflogtinden. Strand voraus und unsere ersten Spuren im Sand. 

Unser netter Platz. Abendessen und Frühstück von Trail Expeditionsnahrung. Lagerfeuer wird heute wohl nichts, Holz zu feucht. 

Sonnenuntergang am Horseid Strand. 

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Guten Morgen. 
Einer muss ja aufs Zelt aufpassen. 
Mir geht’s gut. 

Die letzte verbleibende Zeit am Strand. 

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Zurück auf dem Strand, hoch bis zum Sattel. 
nochmals Pause. Abstieg nach Kjerkfjorden und Heimfahrt mit dem Schiff nach Reinefjorden. 

Pausentage, Teil 8

Kaum zurück von unserer Tour zum Horseid Strand fängt es an zu regnen. Wir verbringen die Nacht noch in Reine und fahren am nächsten Morgen Richtung Henningsvær. Dort kaufen wir noch unsere gestrickten Lieblingsmützen. Lang halten wir uns dort nicht auf und fahren weiter nach Leknes zum einkaufen. Es regnet stark. Uns ist es allen gerade recht, da wir einen Pausentag brauchen. Wenn ich ehrlich bin, ich habe Muskelkater in den Kniekehlen. Treppenlaufen ist gerade nicht angenehm. Der Abstieg vom Reinebringen liegt mir etwas in den Gliedern. Kurzentschlossen schlafen wir auf einem netten Campingplatz bei Lyngvær. Wäsche waschen ist angesagt. Leider haben das noch mehrere Reisende bei dem Wetter vor. Was soll man da auch sonst machen? Ralf holt schließlich unsere Wäsche nachts um 24 Uhr aus dem Trockner. 
Auch der nächste Tag startet regnerisch. Bei dem Wetter stampfen wir ungern in den Bergen herum und beschließen nach Stamsund in die kleine Keramikfabrik Rokkvika zu fahren. Irgendwie den Tag verbummeln. Danach gehts auf ins Surfparadies nach Unstad, dort kann man schön am Strand schlafen. Hier waren wir vor zwei Jahren bereits. Gemütlich wird’s im Unstad Arctic Surf Café. Es gibt für uns die „wirklich“ weltbesten Zimtschnecken, lauwarm und in reichlich Butter und braunem Zucker gebacken. Wir „rollen“ zum Moby Dick zurück und planen so langsam das Ende auf den Lofoten. Leider schaffen wir es dieses Jahr nicht mehr nach Senja. Da wir nochmals zum Fischen möchten und dabei natürlich auch die Hoffnung haben die Orcafamilie vor Nusfjord zu sehen, buchen wir unser Boot. Geschlafen wird in der Nähe von Vikten in einer kleinen Einbuchtung am Wasser mit Blick auf den Flakstadtind. Der Hustind bei Vikten bekommt noch eine Wolkenmütze auf. 
Am nächsten Morgen hängen die Wolken immer noch sehr tief, die Berge sind verhüllt. Für heute haben wir nochmals das Boot gemietet um nochmals Fischen zu gehen. In den Bergen sieht man eh nichts, da ist Fischen die ideale Lösung. Wir fangen auch gleich nach 5 Minuten den ersten Fisch und noch einige, die wir aber wieder ins Wasser zurücklassen (zu klein). Unser Abendessen ist trotzdem gesichert. Es kommen nochmals Seelachse dazu. Leider haben wir die Orcafamilie nicht gesehen. 
Nachmittags fahren wir wieder nach Flakstad um für eine Nacht auf dem Lofoten Beach Camp zu schlafen. Die Mädels möchten unbedingt nochmals surfen. Es klappt auch schon recht gut und so wie es aussieht dürfen wir für den nächsten Norwegenurlaub Surfbretter kaufen. 
Morgen gehts wieder auf die Berge. Es meldet drei Tage Sonnenschein. 

Die weltbesten Zimtschnecken gibt es in Unstad! 

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Unsere Aussicht auf den kleinen Campingplatz in Lyngvær. 
Willkommen in Unstad. Heute eher keine Wellen zum Surfen. Wenn die Winterstürme da sind sieht das ganz anders aus (eine Originalfotografie im Arctic Surf Café).

Bilder können zum Ansehen angeklickt werden. Freistehender Platz bei Vikten gegenüber des Flakstadtinden. 
Der Hustinden bei Vikten mit Wolkenmütze. 

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Fischen vor Nusfjord. Jazz ist immer vorne mit dabei. 
Lenas Fang. Unser Bootsvermieter ist auch unterwegs. 

Flakstadtinden 

Über den Stränden von Flakstadøya. Vom Lofoten Beach Camp  ist der Flakstadtinden sehr gut zu erreichen. Die anfangs leichte Wanderung hat ab der zweiten Hälfte besonders steile Passagen und ist im Gipfelbereich teils exponiert. Der Blick während der Tour ist auf den Stortinden mit seiner steilen Wand besonders beeindruckend. Der erste Teil der Tour läuft gemütlich… bis auf die Anwesenheit von Schafen. Das findet Jazz natürlich sehr interessant und dementsprechend zieht er auch. Wir kommen an einem kleinem Unterschlupf aus Holz vorbei. Danach geht es im „Norwegian style“ nach oben. Steil gerade hoch, loses Geröll und zum Gipfelbereich ausgesetzt. Aber oben angekommen, eine wunderschöne Aussicht auf die darunter liegenden Strände von Flakstad, den Fjord Flakstadpollen und die umliegenden Bergketten von Flakstadøya und Vestvågøya, In weiter Ferne der Himmeltinden auf der Insrl Vestvågøya, unser nächster Gipfel. Nach einer Pause denken wir an den Abstieg, der mit einem auf Schafe fixierten Jazz in diesem Gelände anstrengend wird. Er hört ja am Gipfel schon die Glöckchen der „Liebsten“. Unser Hund ist während dem Abstieg nicht ansprechbar, Tunnelblick auf Schafe. So kommen wir ziemlich k.o. unten an. 
Nach einem Kaffee gehts los nach Haukland zum Vik Strand, einer Bucht vor dem Haukland Strand auf der Insel Vestvågøya.

Am Gipfel des Flakstadtinden. 

Die erste Hälfte ist geschafft. Die steile Wand des Stortinden. Blick auf den Fjord Flakstadpollen. Ein netter Unterschlupf mit Grillstelle. Über dem Fjord Flakstadpollen eine Felsnase. 
Auf dem Weg zum Gipfel schöne Aussicht auf die Flakstadstrände, die Gipfel des Hustinden, Himmelstindan, Stornappstinden. 
Jazz hat es geschafft. Blick bis weit nach Leknes. 

Wir verlassen für diesen Sommer die Insel Flakstadøya und fahren zur Insel Vestvågøya. Strand von Ramberg, im Hintergrund die Bergkette der Insel Moskensøya. 

Haukland, Vik Bucht, Insel Vestvågøya 

Teil 9

Der Haukland Strand soll einer der schönsten der Insel Vestvågøyas sein. Fährt man an ihm vorbei durch den Tunnel hindurch kommt man nach Uttakleiv. Dort befindet sich ebenfalls ein sehr schöner Strand mit Übernachtungsmöglichkeiten (Stellplätze, Zeltplätze). Wir bleiben aber vor dem Haukland Strand in der Vik Bucht hängen. Dort kann man an einem Strandabschnitt bei einem privaten Landbesitzer direkt am Strand stehen. Vor zwei Jahren waren wir schon hier bei ihm. Wir sind kaum am Platz, steht dieser nette Mensch vor uns. Er gibt uns „wirklich“ den besten Platz. Wir sind überglücklich. Es ist traumhaft hier. Vier Nächte werden wir hier bleiben. Wir genießen am Abend noch die letzten warmen Sonnenstrahlen. 
Alle haben sehr gut geschlafen und wachen bei strahlendem Sonnenschein auf. Unsere norwegischen Nachbarn aus Lillehammer verlassen bereits mit ihren zwei Papageien!… (es gibt auch andere Tiere die mit in den Urlaub dürfen) den Platz. Für uns geht’s heute in der Früh los auf den Himmeltinden. 

Wunderschöne Vik Bucht vor Haukland Beach 

Unser netter Platz an der Vik Bucht, auch Jazz liebt ihn. Lofoten Water wird hier gern getrunken. Wieder mal einen schönen Sonnenuntergang. 

Himmeltinden, höchster Berg von Vestvågøya 

Der Himmeltinden ist mit 964 m der höchste Berg Vestvågøyas und zählt noch mit ein paar anderen zu den höchsten 1000 er Bergen der Lofoten. Bei der Tour zum Himmeltinden braucht man Wetterglück. Denn meistens, auch wenn alle anderen Gipfel in der Umgebung wolkenfrei sind, bleiben am Himmeltinden oftmals die Nordatlantikwolken hängen. Er besteht aus drei Gipfeln, auf dem Letzten befindet sich eine NATO Station und dieser Gipfel ist offiziell gesperrt. Aufgrund seiner zentralen Lage innerhalb der Kette der Lofoteninseln lässt sich von ihm aus das gesamte Archipel überblicken. Der Aufstieg zum Himmeltinden ist auch so einer…im… „Norwegian Style“! Die Tour ist lang und durchweg 900 Hm steil aber einfach im Vergleich zu den anderen hohen Gipfel der Lofoten. Wir nehmen nicht die Route über Uttakleiv sondern direkt über den Haukland Beach. Diese Route ist etwas länger. Vom Hauklandstrand läuft man bis zum Hochmoor Klumpan. Ab hier beginnt der Himmeltindenpfad ins Durmålsdalen und man hat bereits eine tolle Aussicht auf die Strände Haukland, Uttakleiv und die umliegenden Berge. Steil gehts weiter nach oben. Nach 600 Hm lassen wir die Mädels und Jazz auf einer kleinen Anhöhe zurück. Für uns geht’s weitere 250 Hm bis zum Vorgipfel Molheia. Noch ein kurzer Zwischenabstieg und es geht von einem Sattel mit Kraxelei auf eine Blockhalde auf den erlaubten höchsten Punkt des Himmeltinden. Endlich haben wir es geschafft und genießen diese fantastische Aussicht, alleine! Die schönste Aussicht für uns bisher auf den Lofoten.  Wir stellen fest, dass wir von hier oben einige Gipfel erkennen, welche wir bisher  „erkraxelt“ haben. In ganz weiter Ferne sieht man sogar bis zu den Vesterålen. 
Nach einer Pause machen wir uns bereit für den Abstieg um unsere Mädels und Jazz abzuholen. Uns kommen die ersten Menschen entgegen und es werden immer mehr. Bald erreichen wir wieder das Hochmoor Klumpan und sind rasch unten am Moby Dick und freuen uns auf das kühle Nordmeer. 
Neue Nachbarn! Norweger aus Sørland von Hadseløya mit zwei Lundehunde. Wir freuen uns sehr, diese nette Hunderasse kennenzulernen. Mittags planschen wir noch im kalten Nordmeer, liegen am Strand und paddeln mit dem SUP. Ein toller und anstrengender Tag geht zu Ende. 

Auf dem Gipfel des Himmeltinden 

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Guten Morgen von der Vik Bucht. 
Das Schild sagt schon alles… wahrscheinlich viele Schafe. 
Kleiner See auf dem Hochmoor Klumpan. 

Der Strand von Uttakleiv. 
Ausblick auf den Mannen und Veggen, Bergkette von Flakstadøya und Strände von Haukland und Uttakleiv. Auf einem kleinen Sattel Pause für die Mädels und Jazz. 

Auf dem Vorgipfel Molheia. 

Aussicht vom Gipfel des Himmeltinden 

Nochmals Pause. 
Kurz vor dem Hochmoor Klumpan. 
Unsere neuen Nachbarn, die Lundehunde, so süß die zwei. 
Ein schöner, anstrengender Tag geht zu Ende. 

Von Haukland Beach nach Uttakleiv

Heute gehts gemütlich in den Tag. Es ist so angenehm warm mit viel Sonnenschein. Wir laufen vom Haukland Strand auf dem alten Fahrweg nach Uttakleiv. Dieser Weg führt um die Landzunge Veggen, vorbei an der kleinen Tåa Insel. Am Weg entlang natürlich viele Schafe, sogar an einem kleinen Picknikplatz. Nach 1Std. erreichen wir Uttakleiv mit seinem schönem Strand. Uttakleiv ist überschaubar. Ein paar verstreute Häuser und zwei landwirtschaftliche Betriebe. In Uttakleiv kann man für 250 NOK auf einem Bobilplatz schlafen. Zurück nehmen wir einen anderen Weg und laufen durch den 880 m langen Tunnel. Am Tunneleingang ist ein Kasten befestigt, dort befinden sich Warnwesten. Diese ziehen wir uns über und laufen zurück durch den kühlen Tunnel. 
Mittags paddeln wir eine Runde mit dem SUP und „chillen“. 

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Auf dem alten Fahrweg von Haukland nach Uttakleiv, vorbei an der kleinen Tåa Insel. 
Schafe am Picknikplatz. Die Berge Medskolmen und Høgskolmen. 
Der Himmeltinden in voller Breite mit seinen drei Gipfeln.  Wir erreichen Uttakleiv mit seinem Strand. Zurück geht es durch den Tunnel mit Warnwesten. 

Die „lieben Schäfchen“ sind einfach überall! Das freut das Camperherz. 

Der letzte Tag in der Vik Bucht. 

Der vierte und letzte Tag in der Vik Bucht. Bei diesem Traumwetter paddeln wir nochmals. Ab und zu zeigen sich ein paar Wolken. Unsere, seit vier Tagen  „festansässigen“ Nachbarn sind Norweger aus Leknes und haben hier ihren Wohnwagen stehen. In den Sommermonaten sind sie in jeder freien Minute hier. Er leidenschaftlicher Angler, sie hat ein Bekleidungsgeschäft in Leknes und ist hier in der Vik Bucht bei ihrem Opa groß geworden. Abends bringen sie uns noch selbstgebackene Waffeln mit Erdbeermarmelade und laden uns für nächstes Jahr in die Vik Bucht zum Fischen ein. Beide haben sich noch gewundert warum wir die zweite Nacht nicht nach Polarlichtern Ausschau gehalten haben. Laut unserer App war damals die Sichtung gleich 0%. So sind wir nach unserer strammen Himmeltinden Tour und nach dem Sonnenuntergang ins Bett, da wir dachten es gibt eh nichts zu sehen. Schlussendlich tanzten in dieser zweiten Nacht schon die ersten Polarlichter. Ab Ende August, Anfang September kann man hier im Norden schon bei etwas Glück und wolkenfreiem Himmel die ersten Polarlichter beobachten. 
Unsere wieder „neuen Nachbarn“ (die meisten bleiben hier nur 1-2 Nächte) kommen aus Finnland. Michael, er Deutscher Prof. und Klimaforscher an der Uni Helsinki ist mit der Finnin Christel, Tierärztin, verheiratet und zusammen wohnen sie in der Nähe von Helsinki. Ein total nettes Paar. Schnell entwickeln sich zwischen uns nette und lustige Gespräche.


Paddeln in der Vik Bucht. Abends einen schönen Sonnenuntergang vor der Tåa Insel. Jazz freut sich mal wieder auf seine Schäfchen. Haukland Strand spät abends. 

Aurora borealis,  erste Polarlichter 

Abends sitzen wir mit Christel und Michael, unsere Nachbarn aus Finnland bei uns vor dem Moby Dick und es wird wieder teils herzhaft über alles Mögliche gelacht. Wir erfahren sehr viel über ihre Heimat und beneiden das dortige Schulsystem. Es gibt keine Schulpflicht sondern eine Lernpflicht. Mit ihren beiden Kindern waren sich während der Schulzeit viel in der Welt unterwegs. Die Kinder bekommen von den Lehrern für diese Zeit alles mit an Schulaufgaben usw. was sie zum Lernen benötigen. 
Es wird jetzt schon früher dunkel, gegen 22 Uhr. Zusammen warten wir auf die Polarlichter. Werden wir sie heute sehen? Laut Christels App eine Sichtung von 14%  und unsere App zeigt 4% an. Wenn die Wolken sich mehr ausbreiten ist die Chance so gut wie null. Um 23.30 Uhr packen wir zusammen um ins Bett zu gehen. Christel und Michael sehen es locker, schließlich haben sie in Finnland schon jede Menge Polarlichter gesehen. Natürlich auch die rosa/pink/lilafarbenen, die sieht man nicht so oft. 
Doch wir haben es jetzt schlussendlich Michael zu verdanken…. Er hat uns nämlich knapp 10 Min. später (nochmals ein Zigarettchen rauchen) aus dem Womo geklopft und in den Himmel gezeigt.  Die ersten schwachen Polarlichter sind zu sehen. Anna sitzt auf der Toilette, ich zieh mir schnell meine Hose und Daunenjacke an… Und nix wie raus. Für das Holen der großen Kamera bleibt keine Zeit mehr. Wir genießen diesen wundervollen Augenblick, die Lichter kommen und gehen, sind mal stärker und wieder schwächer. Wir knipsen mit dem Handy ein paar Bilder. Bald verdichten sich die Wolken am dunklen Himmel und es ist nichts mehr zu sehen. Später schaue ich aus dem Bett nochmals aus dem Fenster, es bleibt dunkel und ich schlafe ein. 

Polarlicht direkt über dem Dach von Moby Dick. 

Abschied von den Lofoten

Nun ist es Zeit und wir verlassen am 29.08. die Vik Bucht und auch die Lofoten. Von Michael und Christel bekommen wir noch eine Einladung nach Finnland. Unseren „festansässigen Nachbarn aus Leknes schreiben wir einen Dankeschönbrief. Berührt hat uns der Abschied des „Opi‘s“ wie wir ihn nennen. Er, der nette Mensch, der uns dieses schöne Fleckchen am Strand zur Verfügung gestellt hat, winkt uns von Weitem zum Abschied von seiner Terrasse. Winkend und hupend fahren wir an ihm vorbei. 
Wir werden uns langsam in Richtung Süden bewegen um noch 2-3 Stops einzulegen. Am 05.09. müssen wir definitiv zu Lena’s Geburtstag in Oslo sein. 

Rentiere am Svartisen Saltfjellet 

Wir nehmen die Fähre von Lødingen nach Bognes,  fahren weiter bis zur Svartisen Saltfjellet Hochebene und schlafen dort in einer kleinen Einbuchtung. Von dort haben wir immer gut Rentiere beobachten können. Der Tag startet sonnig und wir laufen etwas höher in die Hochebene hinauf. Es dauert auch nicht lange und tatsächlich sehen wir weit weg zuerst vereinzelt Rentiere und dann eine ganze Herde. Teils Tiere mit großen Geweihen und Jungtiere. Wir halten weit Abstand, beobachten sie durch unser Fernglas und machen noch ein paar Fotos. Die Weiterfahrt geht auf der E6 bis nach Mo i Rana und auf der 810 bis nach Stokkvågen. Von dort werden wir heute Abend mit der Fähre aufs Træna Archipel nach Husøy übersetzen. 

Guten Morgen bei 8 Grad. Auf der Svartisen Saltfjell Hochebene. 

Das Træna Archipel, 

Teil 10

Weit  draußen auf dem Nordmeer rund 33 Seemeilen (65 Kilometer) vor der norwegischen Helgelandskysten verteilen sich die 418 spektakulären Inseln, Felsen und Holme der Inselkommune Træna. Ein raues und scheinbar unzugängliches Paradies am Rande der Zivilisation, direkt auf dem Polarkreis gelegen. Nur die vier Inseln Husøy, Selvær, Sanna und Sandøy sind besiedelt, obwohl Træna zu den ältesten Fischersiedlungen von Norwegen zählt. Das Archipel ist nur über den Seeweg per Fähre (2 Std.) von Stokkvågen oder mit dem Schnellboot zu erreichen. Zwischen den Inseln verkehren kleine Linienboote. 
Heute leben auf den bewohnten Inseln noch knapp 500 stolze Insulaner die oft heftigen Stürmen und früher teils gnadenlosen Entbehrungen ausgesetzt waren, die das Leben weit entfernt vom Festland mit sich brachten. Die “Havfolket”, Menschen des Meeres” – werden sie bis heute genannt und darauf sind sie sehr stolz. Die markante Skyline der bizarren Felsformationen auf der Insel Sanna zählen inzwischen zu den landesweit populären Highlights des Archipels, ebenso wie die Grotte Kirkhelleren. Von Mitte Juli bis Mitte August findet das bekannte Trænamusikfestival statt. Bis heute spielt der Fischfang und die Fischzucht auf Husøy eine große Rolle. 

Unser Stellplatz auf Husøy, gegenüber der Felsmonoliten von Sanna. 

Træna, Husøy

Unsere Fähre legt pünktlich um 17.45 Uhr in Stokkvågen ab. Die Fahrt dauert 2 Std. Die kegelförmige Insel Lovund kann man bereits gut erkennen. Die bizarren Felsformationen von Sanna und die gegenüberliegende Insel Husøy sind noch sehr weit entfernt. Doch nach 2 Std. Fahrt legen wir im Hafen von Husøy an. Wir werden diesen Sommer nur die Insel Husøy erkunden. Ihre Größe 3 km lang und 2 km breit. Einen Campingplatz sucht man hier vergebens und es gibt nur eine sehr geringe Auswahl an Möglichkeiten wo man sich hinstellen kann. Es gibt eine kleine Zeltwiese (ausschließlich Zelte) die nur während des Festivals mit Toiletten und Duschen ausgestattet ist. Wir finden einen super freistehenden Platz am Ende der Insel direkt am Wasser und unterhalb der Petter Dass Kapelle und dem Wasserturm. Direkt gegenüber von den Felsmonoliten der Insel Sanna. Von der netten, kleinen Kapelle mache ich noch ein Foto im Abendlicht. Später gibt es Bacalao und Marshmallows am Lagerfeuer.
Früh morgens scheint schon die Sonne. Hier kann man gut die Drohne fliegen lassen. Wir beschließen Husøy nicht zu Fuß, sondern mit dem Rad zu erkunden. Das ist mal wieder perfekt hier, auch für Jazz. Er kann super am Rad mitlaufen. Es gibt nur eine schmale Straße auf der Insel, so gut wie autofrei. Wir radeln zu einer Lanschaftsskulptur die auf einer Landzunge zu erreichen ist. Von Weitem hören wir Klänge. Aus der Skulptur erklingt Musik. Die Künstlerin der Skulptur kommt aus Sambia und heißt Anawana Haloba, die Musik dazu von der Norwegerin Helen Louise Solberg. Die Statue hat den Namen: a prose, a song, a poem look yonder. Sie verweist auf die 9000 jährige Geschichte Trænas. 
Vorbei geht es an drei hochmodernen Übernachtungsboxen mit Blick direkt auf die Felsmonoliten von Sanna. Eine kurze Strecke durchs Örtchen bis wir zum Tourbeginn des Hikkeltinden gelangen. Dieser Berg ist die höchste Erhebung (97m) von Husøy. Leider ist für diese Saison die „Besteigung“ beendet. Es grasen viele Schafe… der Landbesitzer nutzt nach der Sommersaison ab Mitte August sein Grundstück wieder als Weidewiese. Das ist völlig in Ordnung für uns. Wir knipsen dafür ein Foto und fahren zurück bis zum kleinen Friedhof und stellen dort die Räder ab. Hier beginnt die Landzunge Heirsan. Der Blick zu den Felsmonoliten von Sanna ist von hier auch ganz nah. Die Felsgrotte ist gut zu erkennen. Zuerst erreichen wir nach einiger Zeit einen Grillplatz und einen Klettergarten.  Bis zum Ende der Zunge ist es nicht mehr weit, dort thront ein Stahlelch. 
Zurück geht es vom Friedhof durch den Ort vorbei an vielen netten Häuschen, am Hafen mit seinen teils alten Bootshäusern und am Træna Museum. Schlussendlich landen wir im „Aloha Café“. Husøy hat eine Verbindung zu Hawaii. Mehr darüber gibt es im Internet zu lesen.  Im Aloha Café gibt es Leckeres! Von Burger, Salate, feinste Kuchen und Desserts, Milchshakes, Kaffee und Latte Macchiato von der eigenen Kaffeerösterei der Insel. Dort ist der „Treffpunkt“ der Insulaner. Man sitzt zusammen, trinkt Isbjørn light Bier am Mittag und tauscht sich aus. Sogar aus dem vorbeifahrendem Auto heraus wird getratscht. Ein Einheimischer fragt uns: „You’re tourist’s? How did you find this isle?“ Alles sehr entspannt hier. Keine Touristen! Mit uns sind zwei/drei Wohnmobile auf der kleinen Insel.
Ganz in der Nähe von unserem Stellplatz liegt der Runenstein unterhalb des Wasserturmes. Für Liebhaber der nordischen Mythologie interessant. Auf dem polierten Stein findet man einen Teil der melancholisch mythischen Saga von Sanna – vor langer Zeit den Menschen im Meer, dem Havfolket gewidmet: 

„Nach diesem Tag wird die Dunkelheit der Wintersonnenwende für alle Ewigkeit über die Menschen im Norden fallen. Und für alle Ewigkeit nach diesem Tag, nach der Sommersonnenwende, werden die Menschen aufs Meer hinausfahren, hinaus zur Göttin Sanna, um sie und das ewige Licht zu ehren. Unter diesem Licht versammelt sich ein Volk, das Volk des Meeres.“

Abends genießen wir noch den Sonnenuntergang an der Klangskulptur. 

Ausfahrt der Fähre vom Hafen in Stokkvågen. Die kegelförmige Insel Lovund. 
Von der Fähre aus die Felsmonoliten von Sanna. 
Der Hikkeltinden, höchste Erhebung von Husøy 
Die Petter Dass Kapelle. 
Lagerfeuer am Stellplatz gegenüber der Felsmonoliten von Sanna. 

Ein Traumtag! 

Unser „Plätzchen“. 
Stopp an der Klangskulptur von Anawana Haloba. 
Moderne Baukunst. 
Die Grotte Kirkhelleren „Die gothische Kathedrale des Meeres“. 

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Hinaus auf die Landzunge Heirsan. Grillplatz und Klettergarten, die Elchskulptur aus Stahl. Der Hikkeltinden, höchste Erhebung von Husøy, ganze 97 m hoch. 

Hier verläuft der Polarkreis im Meer. 

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Eindrücke vom Ort, das Træna Museum, die Kirche, alte Bootshäuser, das Aloha Café. 
Der Runenstein in Höhe des Wasserturmes. 

Letzter Abend auf Husøy. 

Leider müssen wir das Træna Archipel schon verlassen. Aus Zeitgründen und da die Fähren hier nicht jeden Tag ans Festland zurückfahren nehmen wir die Frühfähre am 01.09. um 6.45 Uhr (die nächste würde am So 3.9. fahren) nach Stokkvågen. Die Insel Sanna heben wir uns für kommendes Jahr auf. Unser nächster Halt wird für einen Abend Trondheim sein. Dort besuchen wir unseren Lieblingsitaliener „Una“. 

Rückreise in den Süden, Moschusochsen, Polarlichter Dovrefjell NP, Oslo

Teil 11

Von 0 auf 100! Von der idyllischen, ruhigen und tiefenentspannten Insel Husøy (Træna) treffen wir auf die schöne, pulsierende Großstadt Trondheim. Nordland haben wir bei der Durchfahrung des Nordlandtors verlassen. Der Weg bis Trondheim ist noch weit und zieht sich endlos. Vielleicht auch deshalb weil wir unser geliebtes Nordland jetzt schon vermissen. Lena hingegen freut sich jetzt auch einmal auf das Stadtleben. 
Gegen 18 Uhr erreichen wir den Bobilplatz in Trondheim.  Dieser Platz ist zwar nicht schön aber super zentral zur Innenstadt (zu Fuß 15 Min) und man ist gleich wieder auf der E6. In Trondheim werden wir nur eine Nacht schlafen bzw. einen unserer Lieblingsitaliener, das „Una“ besuchen. Trondheim kennen wir schon sehr gut. Es ist Wochenende und die Stadt voll mit fröhlichen und gut gelaunten Norwegern und natürlich auch Touristen. Wir bekommen im Una zum Glück auch einen Platz draußen, so darf Jazz mit. In den Innenräumen von Gaststätten sind Hunde in Norwegen nicht erlaubt. Uns ist aufgefallen, Jazz ist immer willkommen. Er wird vom Personal gestreichelt und geknuddelt. Er verhält sich tadellos. Die Pizza ist lecker, das Tiramisu und das Panacotta ein Traum. Bald zieht es uns zurück zu Moby Dick. Immerhin sind wir heute den ganzen Tag gefahren. 
Der Morgen startet mit lauter Musik! Was ist in Trondheim los? Heute wird hier gelaufen, Trondheim Marathon. Wir packen aber zusammen und fahren aus der Stadt weiter auf dem schnellsten Weg, der E6 bis wir den Dovrefjell Nationalpark mit den dort wild lebenden Moschusochsen erreichen. Dies ist für uns immer ein super Stopp, egal ob Hinfahrt oder Rückfahrt. Kurzentschlossen entscheiden wir uns doch im Nationalpark zu laufen um auf Moschusochsensuche zu gehen.  Doch die Strecke erweist sich dieses Mal als Herausforderung. Durch die starken Regenfälle und Unwetter vor knapp zwei Wochen ist der Boden so aufgeweicht und voll mit Wasser. Wir stehen bis zu den Knöcheln im Matsch, dann wieder im Trockenen um dann wieder im Wasser zu stehen. Ausweichmöglichkeiten gibt es kaum. Nach 8 km Marsch sehen wir eine kleine Gruppe Moschusochsen, fünf Tiere mit Kalb und später einen Bullen. Diese Mal sind sie etwas weiter entfernt als letztes Jahr. Aber trotzdem gut zu fotografieren. Nach einer Pause geht es 8 km wieder zurück. Unterwegs pflücken wir noch Blaubeeren und sehen ein paar junge Norweger mit Flinten. Wir vermuten, dass sie Schneehühner geschossen haben. Abends noch mal einen Blick auf die Polarlicht App. Im Norden ist ein großer Wirbel zu sehen, Lofoten 40 %, bei uns im Dovrefjell, Mitte Norwegens schwache 4 %. Trotzdem schauen wir aus dem Fenster, der Himmel ist klar. Und Punkt 22.30 Uhr zeigen sich doch tatsächlich zuerst etwas stärkere und dann schwächer werdende Polarlichter. Kurze Zeit später nochmals schwache Erscheinungen und dann ist Schluss. Vielleicht zeigen sie sich in 1-2 Stunden nochmals? Wir beschließen doch ins Bett zu gehen da wir morgen den ganzen Tag fahren müssen. 
Der Morgen startet nass. Regen und 4 Grad kalt. Mit kurzen Hosen, Regenmantel darüber und Gummistiefeln stampfen Ralf und ich mit Jazz eine kurze Runde. Weiter geht es mit Moby Dick aus dem Dovrefjell heraus,  vorbei am Sumpfgebiet von Fokstumyra. Dort tummeln sich immer viele Elche. Letztes Jahr hatten wir dort Glück, ein Elch lief direkt vor uns über die Straße. Heute hingegen lässt sich keiner blicken. Elchsichtungen hatten wir bereits vor 4 Tagen, als wir von Husøy, Træna zurückkamen. Durch die starken Unwetter sind in der Gegend um Lillehammer, Gudsbrandalen die Schädrn enorm. Vom Moby Dick aus sind sie deutlich zu sehen. Hochwasser, Hangrutsche, kaputte Bahnlinien und Straßen. 
Gegen Mittag erreichen wir Oslo und mieten uns auf dem Bogstad Campingplatz direkt unterhalb des Holmenkollen Skizentrum mit der Holmenkollenbakken Skisprungschanze für zwei Nächte einen Platz. Morgen gehts in die Stadt. 

Dovrefjell Nationalpark 

Das gibt nasse und matschige Füße. 
Es ist schon wirklich Spätsommer, Pilze, Moose und Flechten in leuchtenden Farben. 
Jazz: „Wo sind meine Moschusochsen?“
Ralf hält die ersten schon mal mit der Kamera fest. 

Eine kleine Gruppe von fünf Tieren, mit Kalb. 
Der Bulle allein unterwegs zeigt kein einziges Mal sein Gesicht. 

Abends schwache aber doch schöne Polarlichter im Dovrefjell Nationalpark

Oslo, die Stadt am Wasser

Gemütlich sind wir aufgestanden und nach dem Frühstück nehmen wir den Bus (25Min.) vom Bogstad Camping direkt ins Zentrum von Oslo. Oslo kennen wir ja auch bereits sehr gut. Die Stadt ist immer ein Besuch wert, egal wie oft man schon hier war. Man entdeckt immer wieder Neues und die Stadt ist einfach schön! Vieles spielt sich hier am Wasser ab. Die schwimmenden Holzsaunen sind genial. Wir laufen zuerst einmal die Karl Johans Gate auf und ab. Weiter gehts vorbei am königlichen Schloss und dem Park zur Bogstadveien. Es gibt viele tolle Geschäfte und das ein oder andere wird nicht ausgelassen. Zurück an den Hafen und die Aker Brygge Promenade geht es mit der Straßenbahn. Im Louise essen wir Fisch und den Aoerol Spritz lassen wir uns nicht nehmen. Angenehme 25 Grad mit leichtem Wind,  es ist herrlich! Man merkt, die Oslo’er genießen noch jeden Sonnenstrahl und das warme Spätsommerwetter. Geniales Eis gibt es beim „waschechten“ Italiener im Paradise, nicht ganz so günstig… aber es lohnt sich. Gegen 18 Uhr fahren wir müde mit dem Bus zurück zum Campingplatz. 
Morgen, an Lena’s Geburtstag geht es noch zum Fliegen an den Holmenkollen zur berühmten Skisprungschanze Holmenkollbakken. 

Oslo’s Seitengassen 

Bilder können zum Ansehen angeklickt werden. 
Jazz darf Bus und Straßenbahn fahren. 
Das Nationalmuseum. 
Hier kann man gut essen. Das Regierungsgebäude. 
Freia „Schokolade über alles“
Schwimmende Saunen, es wird schon eingeheizt. 
Leckeren Dorsch essen im Louise. 

Holmenkollen, Skimuseum und Sprungschanze


Seit Ende des 19. Jahrhunderts locken Holmenkollen (ein Berg im Stadtgebiet von Oslo), jeden Winter große Mengen norwegischer Ski-Liebhaber an. Skisport wie Langlauf, Alpin oder Skispringen ist in Norwegen sehr beliebt, was zu einer raschen Entwicklung der Holmenkollen Ski Arena geführt hat. Heute ist diese Arena der regelmäßige Austragungsort einiger der weltberühmtesten Skisportveranstaltungen, einschließlich des Holmenkollen Skifestivals. 
Der Holmenkollbakken ist eine Skisprungschanze am Berg Holmenkollen. Er gilt als älteste Sprunganlage der Welt. Die Anlage, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde, wurde mehrfach renoviert. 
Das Museum am Holmenkollen wurde 1923 eröffnet und ist das älteste auf Skifahren spezialisierte Museum der Welt. Für uns als leidenschaftliche Skifahrer ein „Muss“.  Leider ist es im Moment geschlossen, da es aufgrund des 100-jährigen Bestehens im Dezember umgebaut wird. 
Weiterhin kann man dort mit der Zipline Fly über die Sprungschanze hinunter fliegen. Mit dem Ski Simulator schnelle 130 km/h die Rennstrecke herunterfahren. 

Letzter Tag in Norwegen

Happy Birthday, liebe Lena! Unsere Große ist jetzt 15 Jahre alt. Wir frühstücken selbstgebackene Quarksahnetorte. Der Klassiker für den Geburtstag in Norwegen. Kuchenböden zuhause backen, eingefrieren und am Vorabend des Geburtstages füllen. Kerzen werden ausgeblasen und Geschenke ausgepackt. 
Danach packen wir grob zusammen und fahren hoch zum Holmenkollen. Heute ist unser letzter Tag in Oslo. Gestern gab es schon ein paar Tränen bei Lena. Oslo, ihre Traumstadt. 
Am Holmenkollen, klar auch eine Touristenattraktion der Stadt Oslo ist um 10 Uhr noch nicht so viel los. Wir schauen uns zuerst den Holmenkollbakken, also die Sprungschanze von der Mitte ab an. Das ist schon beeindruckend.  Danach gehts für mich und die Mädels zum Ski Simulator. Wir springen dort zusammen die Sprungschanze hinunter und fahren mit 130 km/h die Skirennstrecke herab. Um 11 Uhr öffnet die Zipline fly und wir fahren erst mit dem Aufzug die Sprungschanze bis nach oben. Von dort hat man einen super Ausblick auf die gesamte Schanze, die komplette Anlage und weit bis über Oslo und den Oslofjord. Ralf und die Mädels, Lena fliegt dann gleich ins neue Lebensjahr, lassen sich mit der Zipline Fly über die Schanze hinaus schiessen.  Den Schanzenrekord von 2019 des Norwegers Robert Johannson von 144 km/h haben sie nicht knacken können….trotzdem Mut gehört dazu und es hat Spaß gemacht.

Happy Birthday, liebe Lena!

Der Holmenkollbakken, darunter der Ski-Simulator. 
Aussicht hinab von der Sprungschanze. 
Hoch oben oberhalb Oslo mit Oslofjord. 
Nach einer kurzen Einweisung geht es für Lena, Anna und Ralf los mit der Zipline fly. three, two, one, ready go!

Wir verlassen Oslo und somit Norwegen bei strahlendem Sonnenschein und knapp 28,5 Grad! Überhaupt, was für wahnsinnig schöne 6 Wochen liegen hinter uns. Die Schönheit im Norden dieses Landes konnten wir nochmals intensiver aufnehmen wie die letzten Jahre. Dank auch des Glücks fast nur schönes und warmes Wetter gehabt zu haben. Die Regentage können wir an einer Hand abzählen. Offene, herzliche und entspannte Norweger haben wir kennengelernt…Einladungen zum Fischen und nach Hause und vieles mehr. Ein fantastisches Erlebnis endlich auch einmal zu dieser Zeit schon Polarlichter zu sehen, zwar schwach aber immerhin. Das hat uns sehr beeindruckt. Wir waren so viel in der Natur unterwegs, es wird wieder eine Zeit dauern bis wir im hektischen Deutschland angekommen sind. 

Die entspannte Art der Skandinavier werden wir vermissen und freuen uns auf das Frühjahr 2024, dann gibt es ein Wiedersehen! 

Jazz: „Also, ich muss aber schon richtig mit auf‘s Abschiedsfoto“!
Kurz bevor wir Norwegen verlassen,