Norwegen Sommer 2025
Der letzte Schultag! Moby Dick ist seit 3 Wochen fertig gepackt, wir sind also super in der Zeit und können gleich nach der Schule starten. Unsere Etappen und Touren habe ich recht kurzfristig zusammen gestellt. Wie immer ist ja viel vom Wetter abhängig. Geplant ist wieder Nord Norwegen mit der Region Steigen (Nordskot), Insel Senja, Lyngen Halbinsel mit Uløya und Arnøya. Lofoten Surftrip noch mit Fragezeichen. Wie wir die Heimreise angehen lassen ist noch offen. Da es vielleicht durch Schweden geht mit Stop in Stockholm (Städtetrip für die Mädels). Meistens kommt es doch anders. Wir lassen uns überraschen.
Die lange Fahrt ! Teil 1
Die Fahrt wird zäh! Wir stehen auf der A7 ganze 2 Stunden wegen Unfall im Stau. Um 0.30 Uhr Donnerstag erreichen wir ziemlich k.o. die Therme in Soltau. Der nächste Tag startet im Starkregen. Ich laufe mit Jazz die Morgenrunde und bin nass bis total triefend nass. Weiter geht es bis Fehmarn, von dort mit der Fähre bei Sonnenschein bis Rødby. Auch durch Dänemark, weiter über die Öresundbrücke und die schwedische Westküste bis tanumshede Sonne pur. Hier bleiben wir über Nacht. In der Früh geht es flott bis zur norwegischen Grenze zum Zoll. Wie immer klappt das Zeigen des Heimtierausweises von Jazz problemlos. Die Fahrt geht weiter bis Trondheim. Da der Womobilstellplatz direkt in der City voll ist fahren wir zum Storsand Gård Camp. außerhalb von Trondheim. Wir werden vom Campingguide über eine kleine Brücke (nicht schwerer wie 8t, das mussten wir ihm versprechen) zu unserem Platz geführt. Sehr schöner Camp. direkt am Trondheimfjord. Die Nacht ist kurz und am nächsten Tag stehen wir früh auf. Bis zum Stop nach Mo i Rana sind es nochmal knapp 7 Stunden. Wir durchfahren das Nord Norge Tor und überqueren den Polarkreis auf dem Saltfjell. Vor Mo i Rana schlafen wir bei Hauknes an der Marina direkt am Wasser. Dort gibt es ein paar wenige Stellplätze. Sonntag Mittag erreichen wir unseren ersten Stop für die nächsten 3 Tage: „die Region Steigen, „Nordskot“.
Tanumshede, Schweden. Trondheim Storsand Gård Camp. am Trondheimfjord. Stellplatz kleine Marina vor Mo i Rana. Polarkreisüberquerung.
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Region Steigen, Nordskot. Teil 2
Steigen liegt nördlich von Bodø in der Provinz Nordland. Die große Halbinsel ist für ihre dramatische Berglandschaft und weißen Strände bekannt. Bereits 2024 waren wir in dieser Region auf der Insel Engeløya, traumhaft. Dieses Jahr werden wir uns in der Gegend um Nordskot umsehen.
Der alte Handelsposten außerhalb des kleinen Dorfes Nordskot wurde 1690 gegründet. Vier Jahrhunderte lang galt er als einer der größten Handelsposten in Nordland – doch 1923 ging er in Konkurs. Heute gibt es auf Grøtøya noch das Holtel Villa Haugen. In Nordskot dem ehemaligem Fischerdorf leben 60 Einwohner. Es gibt dort einen 24 Stunden Selbsbedienungssupermarkt, ein paar wenige Unterkünfte in Nordskot selbst, wie auf der Insel Naustholmen und Manshausen. Nordskot ist auch ein Paradies für Paddler und für Kletterer die bekannte Nordskottraverse, Weiterjin gibt es einige weiße Strände und tolle Bergtouren. Wir finden einen wunderschönen Platz für Moby Dick am Ende von Nordskot, direkt mit kleinem Strand am türkisblauem Leinesfjord mit Blick auf die Lofotenkette. Lufttemperatur 29,5 Grad und das in Nordnorwegen!
Unser Stellplatz hinter Nordskot mit kleinem Strand und Aussicht auf die Lofotenkette. Handelssted Nordskot.
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Unser Strand.
Doppelstrand Oksholmen
Ein wunderschöner Doppelstrand unterhalb Oksholmen. Von unserem Stellplatz sind es nur 15 Minuten zu Fuß bis zum Doppelstrand. Wir genießen diese Ruhe hier bei einem wunderschönen Sonnenuntergang mit Blick auf die gesamte Lofotenkette. Um 22 Uhr hat es noch 25 Grad und es weht ein warmer Wind.
Kleine Tour zum Doppelstrand Oksholmen.
Die Höhle „Resshola“
Am nächsten Tag wandern wir wieder zum Doppelstrand und steigen durch wildes, felsiges Gelände zur Resshola auf. Diese Höhle ist 140 m lang, Trolle könnten hier wohnen. Lena wartet mit Jazz schon freiwillig vor der Höhle und Anna hat jetzt schon Angst. Die Stirnlampen sind aufgesetzt. Der große Eingang führt steil nach unten, wo die Höhle immer enger wird. Bis an das Ende schaffen wir es. Es ist kalt und sehr feucht hier, Wasser tropft von der hohen Decke. Höhlenmenschen werden wir auf jeden Fall nicht und machen uns rasch auf den Rückweg ins Freie. Danach wird bei uns am Strand bei Moby Dick Würstchen gegrillt und in der Sonne gechillt. Das ein oder andere Bad im kalten, türkisblauem Leinesfjord darf auch nicht fehlen. Abends gibt es Aperol Spritz bei noch warmen 24 Grad!
Die Resshola.
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Tour zum Sørskottinden
Die Tour zum Sørskottinden ist mittelschwer (2,5 Std, 650 Hm) mit fantastischer Aussicht auf Nordskot, die umliegenden Inseln und Inselchen, auf den Leinesfjord und die Lofotenkette. Wer die Tour erweitern möchte kann sie mit der Nordskottraverse verlängern. Allerdings nur mit Kletterausrüstung. Wir parken in Sørskot am Friedhof. Steigen zuerst den steilen Weg hinauf durch einen Birkenwald. Die Sonne scheint und es ist mit 24 Grad schon recht warm. Immer wieder sieht man schon die tolle Aussicht. Auf der Hälfte der Strecke erreichen wir den Sørskotvatnet (See). Weiter geht es im felsigen Gelände hoch zum Gipfel. Oben angekommen ist es leicht bewölkt, die Aussicht auf die unten liegenden Inseln und Strände aber trotzdem sehr schön. Der Blick reicht bis zu den Lofoten. Die Nordskottraverse ist deutlich zu erkennen. Nach einer Pause steigen wir wieder ab und fahren zurück zu unserem Platz am Strand. Mittags liegen wir noch in der warmen Sonne und genießen das türkisfarbene Wasser. Der Abend endet mit einem wunderschönem Sonnenuntergang.
Am Gipfel des Sørskottinden.
Aussicht vom Sørskottinden genießen. Moltebeeren sammeln, die Nordskottravese.
Müde von der Tour. Chillen am Strand und später einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen.
Die Region Steigen ist wunderschön und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.
Für uns geht die Fahrt vorbei an den Ofoten mit Blick auf den Stetind. Wir fahren mit der Fähre über den Tysfjord, vorbei an Narvik und weiter bis zum Polar Park bei Bardu. Dort schlafen wir eine Nacht, hören mal wieder dem Wolfsgeheule zu und fahren am nächsten Tag weiter Richtung Lyngenfjord zur Insel Uløya.
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Insel Uløya am Lyngenfjord, Teil 2
Uløya oder Ulisuolu auf samisch ist eine Insel im Kreis Troms. Die Insel liegt an der Ostseite des Lyngenfjords und ist zwischen den Kommunen Skjervøy und Nordreisa aufgeteilt. Zu erreichen ist Uløya nur mit einer kleinen Fähre von Rotsund aus. Entweder an die Westseite nach Havnnes oder an die Ostseite nach Uløybukt. Es gibt auf jeder Seite eine Straße die irgendwann im Nichts endet. Beide Straßen sind nicht miteinander verbunden. Uløya, speziell der Berg Uløytind ist ein beliebtes Skitourenparadies. An der Westseite hat man einen schönen Ausblick auf die Lyngenalpskette. In Havnnes gibt es noch einen kleinen Handelssted mit wenigen Unterkünften und Bootsverleih.
Kleine Fähre von Rotsund aus. Die Überfahrt geht knapp 15 Min. Noch scheint etwas die Sonne und kurze Zeit später wird es kräftig dunkel. Bilder können zum Ansehen angeklickt werden.
Noch trocknet etwas Stockfisch auf den Gestängen.
Alter Handelssted von Havnnes. Hier möchten wir für einen Tag zum Angeln ein Boot mieten. Leider ist die Dame nicht sehr freundlich, ja sogar so etwas von abweisend zu uns. Das haben wir im hohen Norden noch nicht erlebt! Anscheinend möchte sie kein Geld verdienen. Dafür finden wir für uns einen wunderschönen freigelegenen Stellplatz direkt am Lyngenfjord mit Blick auf die mächtigen Lyngenalps. Bilder können zum Ansehen angeklickt werden.
Tour über Kjelvågtinden zum Uløytind
Der Uløytind (1115 m) ist ein beliebter Skitourenberg. Wir möchten jetzt im Sommer hinauf. Von oben hat man einen tollen Ausblick auf die Lyngenalps. Gestartet wird mit den Rädern von unserem Stellplatz aus bis nach Havnnes, einen schmalen Weg hinauf und vorbei an der neuen Skilodge. Die Tour verläuft zuerst durch einen Wald, weiter dann weglos durch Wiesengelände und Gestrüpp. Die Baumgrenze ist bald erreicht, einen Wanderweg sucht man vergeblich. Lena, Anna und Jazz lassen wir an einem windgeschütztem Felsen zurück und laufen alleine weiter. Von weitem sind schon die ersten, alten Schneefelder zu sehen, diese queren wir und vor uns steht plötzlich eine Rentiermutter mit Jungtier. Ein tolles Erlebnis die Tiere so nah zu erleben. Als erstes erreichen wir den Gipfel des Kjelvågtinden, weiter geht es über blockiges, steiniges Gelände bis zum Uløytind. Von hier oben hat man wirklich eine tolle Aussicht rundum. Wunderschön! Der Wind pfeift kalt und wir beschließen wieder zu den Mädels abzusteigen. Die Rentiermutter und ihr Jungtier treffen wir nochmals. Gemütlich liegen sie im Schnee. Zusammen laufen wir zurück bis zu unseren Rädern. Abends trinken wir noch Aperol Spritz.
Start zur Tour Uløytind. Wegfindung gar nicht so einfach.
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Aussicht schon auf halber Stecke genießen. Schöner Rastplatz. Querung von Restschneefeldern.
Wir treffen auf eine Rentiermutter mit Jungtier.
Am Gipfel des Uløytind. Rundumsicht auf die Lyngenalps, Lyngenfjord, Ullsfjord, Uløya, Arnøya.
Abend ausklingen lassen.
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Galahuk, die süße Grillhütte
An der Westseite von Uløya liegt nördlich die liebevoll gebaute und eingerichtete Galahuk Grillhütte. Den Tip mit dieser Galahuk haben wir von der netten Einheimischen, die wir am Ankunftstag am Fährhafen kennengelernt haben. Von unserem Stellplatz sind es ein Weg 5 km bis zu dieser wunderschön gelegenen Hütte. Ralf joggt und ich radle mit Jazz dorthin. Am Startpunkt liegt noch ein süßes rotes Holzhäuschen… und wen treffen wir dort? Die nette Enheimische! Es geht einen schmalen Pfad direkt am Lyngenfjord entlang bis zu einem kleinen Strand und weiter noch ein paar Meter bis zur Galahuk. Sie ist wirklich hübsch mit kleinen liebevollen Details. Wir unterhalten uns noch mit der netten Einheimischen und ihrem Mann. Was wir wussten: „Uløya, der Uløytind ist ein Skitourenparadies“. An einem guten Tag kamen letzten Winter auf einen Schlag an die 200 Skitourengeher! Erzählt uns der Mann.
Nach einer kurzen Pause gehts zurück, ich radle mit Jazz und Ralf joggt. Es hat zugezogen, Moby Dick wird reisebereit gemacht und los geht’s im Regen an den Minifährhafen von Havnnes.
Uløya hat sich gelohnt, abseits der Touristenströme und der Wohmobilflut. Wir waren hier komplett alleine. Vielleicht sehen wir uns in einem Winter wieder.
Die Galahuk auf Uløya
Wunderschöner Weg entlang des Lyngenfjordes bis zur Galahuk.
Die malerische Insel Arnøya, , Teil 3
Arnøya, in der lokalen Saami-Sprache Árdni genannt, ist 276 km² groß und die 15. größte Insel Norwegens. Der Arnøyhøgda ist mit 1.168 Metern der höchste Berg der Insel. Arnøya liegt in der Kommune Skjervøy im Bezirk Troms, einer Gegend mit vielen Fjorden und grünen nordischen Bergen.
Eine Reihe dramatisch geformter Inseln, Fjorde und Berge bilden den Hintergrund von Arnøya. Die Inseln Skjervøya und Kågen liegen im Südosten, Vannøya im Westen und Laukøya im Osten. Die Fjorde Ullsfjorden, Lyngen und Kvænangen liegen ebenfalls im Westen, Süden bzw. Osten, und noch weiter südlich von Arnøya erheben sich die schneebedeckten Lyngen-Alpen.
Von Uløya ist Arnøya nicht weit entfernt und so nehmen wir die Fähre von Lauksundskaret (Kågen) nach Storstein (Arnøya). Plan ist an dem grossen Årviksand einen schönen Stellplatz zu finden. Oberhalb des Strandes ist auch noch ein nettes Plätzchen frei. Es vergehen kaum ein paar Minuten und die ersten kleinen, gemeinen Biester machen sich bemerkbar. Sandflies! Und das nicht wenig! Durch die Moskitonetze unserer Fenster finden sie einen Weg zu uns ins Womobil. Bezüglich diesen Biestern habe ich ein Horrorerlebnis in Neuseeland erlebt. Die Nudeln kochen leider schon im Wasser und so wird aus dem gemütlichen Abendessen ein hektisches Zusammenräumen. Wir ergreifen förmlich die Flucht, mit dem Nudeltopf in der Spülwanne auf der Suche nach einem sandfliesfreiem Platz. Wir werden fündig. Direkt oberhalb eines Fjordarmes mit Blick auf einen schönen Gletscher der Lyngenalps. Hier lässt es sich aushalten (auch ohne Handynetz) und wir haben eine ruhige Nacht ohne Biester.
Årviksand
Am Fährhafen von Storstein nach Lauksundskaret. Bilder können zum Ansehen angeklickt werden.
Unser erster Stellplatz oberhalb Årviksand. Leider Sandflies ohne Ende.
Unser zweiter Stellplatz oberhalb eines Fjordarmes mit Blick auf einen Gletscher der Lyngenalps.
Rundhaugen oberhalb Årviksand
Die Sonne scheint. Wir beschließen von unserem Stellplatz zurück nach Årviksand zu fahren. Die Mädels gehen an den Strand, Ralf und ich laufen mit Jazz den Rundhaugen. Der Rundhaugen ist eine Küstentour die oberhalb Årviksand in der heia verläuft und zum Meer hinunterführt. Der Rückweg erfolgt oben auf der heia bis an den Strand von Årviksand. Auf der heia an den Klippen weht der Wind stark! Wir blicken auf das offene Nordpolarmeer. Genau geradeaus, viel viel weiter muss Spitzbergen sein. Auf dem Rückweg findet Ralf noch ein kleines Rentiergeweih. Ganz zur Freude von Jazz. Der würde es am liebsten gleich für sich in Beschlag nehmen. Unten angekommen packen wir zusammen und verlassen Årviksand um einen netten Schlafplatz für uns zu finden.
Erste Häuser von Årviksand. Auf dem Rundhaugen oberhalb Årviksand mit Strand. Die heia, mit Blick auf das offene Nordpolarmeer. Irgendwo in weiter Ferne liegt Spitzbergen. Jazz neuer Kauartikel.
Akkarvik
Akkarvik ist ein kleines Dorf am Langfjord auf Arnøya. Es liegt etwa 14 km südlich des Dorfes Årviksand. Es wird seit dem 17. Jahrhundert besiedelt. Auf seinem Höhepunkt in den 1950er Jahren lebten dort etwa 400 Menschen. Zu dieser Zeit gab es einen Laden, ein Postamt und eine Bäckerei. Bis zum Jahr 2001 ist die Bevölkerung jedoch auf 24 Personen in 14 Privathäusern gesunken. Jahr 2021 ist die Bevölkerung auf 10 gesunken. Wir möchten uns hier am Langfjord einen gemütlichen Stellplatz suchen.. und werden fündig. Die Sonne scheint noch, wir trinken Kaffee und genießen die Ruhe. Jazz ist damit beschäftigt die Enten zu beobachten. Am liebsten würde er sich eine schnappen… wenn da nicht das Wasser wäre! Wir schaffen es noch unser Abendessen zu grillen. Kurze Zeit später beginnt es zu regnen. Der nächste Morgen beginnt wechselhaft und kühl, so wie es yr.no vorausgesagt hat.
Wir verlassen heute Arnøya aufgrund der schlechten Wettervorhersage. Sehen am Fjord noch ein paar Rentiere, die gemütlich im Gras weiden.
Die Insel ist ein Besuch wert..tolle freistehende Plätze. Hier kann man sich, was Bergtouren angeht austoben (wenn das Wetter passt).
Akkarvik
In Akkarvik hat man seine absolute Ruhe und kann gemütlich am Fjord sitzen.
Alte Bootshäuser und verlassene Wohnhäuser.
Lyngenhalbinsel, Teil 4
Die Lyngenhalbinsel kennen wir vom letzten Jahr schon recht gut. Trotzdem möchten wir wieder dorthin zurück. Eigentlich war der Plan noch weiter hoch in den Norden, bis Alta, zu fahren. Leider hat das Wetter dort nicht so gut ausgesehen. Wir fahren also mit der Fähre von Olderdalen nach Lyngseidet. Als wir in Lyngseidet von der Fähre fahren wollten, springt Moby Dick nicht an. Klar, das Relais von der Batterie ist mal wieder durchgeschmort. Ist wohl eine Kinderkrankheit bei IVECO. Das Problem hatten wir schon einmal. Also, reparieren und nochmals mit der Fähre zurück nach Olderdalen. Von Olderdalen ging es dann nochmals zurück nach Lyngseidet. Unsere Fährüberfahrt dauerte anstatt 40 Min., ganze 120 Min. Hinterher mussten wir lachen. Aber wir sind nicht die ersten, denen das passiert. Mit uns benötigte auch ein Reisebus Hilfe… und wurde überbrückt.
In Lyngseidet angekommen fahren wir sofort Richtung Nordleangen zu unserem bekanntem, wunderschönem Stellplatz bei Russelv. Wir genießen noch einen tollen Sonnenuntergang an der Lyngstuva, die mit einer Tour von 45 Minuten zu erreichen ist.
Unsere kleine Unterbrechung. Batterie Relais ist durchgeschmort… und das auf der Fähre. Das war mal echt eine stressige Situation.
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Endlich ankommen. Vorbei am Jægervatnet bis hoch nach Nordleangen nach Russelv unterhalb des Russelvfjellet.
Die kleine Lyngstuva… auch dieses Jahr ein Besuch wert.
Wir hören wie sich die Postschiffe der Havila Flotte begrüßen. Beobachten einen Wal und mehrere Delphine. Von weiten sieht man die Insel Kågen mit Wolkenhaube.
Wir verbringen eine Nacht auf dem Campingplatz in Svensby.
Fahrt nach Svensby. Das kleine Heimatmuseum. Sonnenuntergang am Bootssteg von Svensby.
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Mein Fang, ein Dorsch, 85 cm lang.
Fischen im Ulls -und Lyngenfjord.
Es hat geklappt! Wir bekommen wieder von den XLyngen Jungs ein schnittiges Aluboot. Hier waren wir ja letztes Jahr schon zum Fischen. Die Boote sind super gepflegt und mit allem ausgestattet was man braucht. Um 10 Uhr ist die Übergabe und wir düsen los. Es wird gleich mal ordentlich Gas gegeben. Wir hoffen ja auf einen Heilbuttfang. Vom Chef der XLyngen bekommen wir noch ein paar Spots gezeigt wo es Fisch gibt. Der Heilbutt hält sich gerne in nicht so tiefe Gewässer auf, 12 m sei eine gute Tiefe. Die Angeln werden ausgeworfen… ein Heilbutt wird es nicht. Ein Schweinswal schwimmt in der Nähe von unserem Boot. Nach einiger Zeit fahren wir weit hinaus und unter uns schwimmt ein riesiger Fischschwarm. Anna fängt mittlere bis kleinere Seelachse. Die kleinen Fische gehen zurück. Mein Fang ist noch ein Dorsch von satter 85 cm Grösse. Anna fängt noch einen Dorsch von 45 cm. Gegen 16 Uhr geht es zufrieden zurück. Abends noch ins Emmer Eliassen Matkunst Nordleangen zum Essen. Sehr, sehr lecker!
Aperol Spritz bei Emmer auf der Terrasse.
Frische Shrimps, Heilbutt und Muscheln aus dem Lyngenfjord. Frittiertes und zum Nachtisch Mascarpone auf Rhabarbersorbet mit Crumbles.
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Lyngentrappa über Verdens ende zum Rundtinden.
Die Lyngentrappa ist eine Sherpatreppe (1200 Stufen) bietet einen atemberaubenden Blick auf den Lyngenfjord und die Lyngen-Alpen. Am Ende der Treppe befindet sich eine nette Grillhütte. Die Treppe wurde 2023 durch Kristin Harila, eine norwegische Bergsteigerin eröffnet. Man kann die Tour erweitern bis Verdens ende (ebenfalls eine kleine Grillhütte) und weiter bis zum Rundtinden. Vom Rundtinden hat man einen tollen Blick auf den Gletschersee Rottenvikvatnet und den Fastalstind.
Verdens ende
Los geht es in Lyngseidet. Die Parkplatzgebühr ist recht hoch! Wir starten mit den ersten Stufen. Was für eine Arbeit die Sherpas hier geleistet haben. Das Stufensteigen zieht sich ganz schön nach oben und die Oberschenkel werden gefordert. Oben angekommen hat man einen tollen Ausblick auf die Lyngenalps, Lyngseidet und den Lyngenfjord.
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Am Ende der Lyngentrappa Aussicht auf Lyngseidet und den Lyngenfjord.
Weiter bis Verdens ende und Rundtinden mit Blick auf Fastalstind und Rottenvikvatnet. Das Wetter war anfangs leicht bewölkt mit etwas Sonne. Gegen später hat es zugezogen und leicht genieselt.
Abendstimmung am letzten Zipfel der Lyngenhalbinsel.. nach einem kurzem Regenschauer.
Aurora Spirit Distillery
Aurora Spirit ist die nördlichste Whiskybrennerei der Welt. Die preisgekrönte Brennerei zieht mit ihrer spektakulären Lage und der arktischen Produktion internationale Aufmerksamkeit auf sich.
An unserem letzten Tag auf der Lyngenhalbinsel werfen wir einen kurzen Blick in diese stylische Brennerei. Sie befindet sich 11 km von Lyngseidet. Alkohol können wir in der Brennerei keinen kaufen. Dies ist in Norwegen ausschließlich nur in Vinotheken möglich.
Die Fahrt zur Aurora Spirit. Sehr modern und stylisch eingerichtet. Zu kaufen gibt es hier z.B. versch. Bücher über Whisky und Brennerei, Seifen und Grillsossen mit Whisky, ja sogar Kaffee mit Whisky. Der Kaffee stammt von der Kaffeerösterei Senja Roasters.
Für uns geht nach dem Besuch die Fahrt weiter. Zuerst war der Plan Richtung Alta. Leider sind die Wetteraussichten für die nächsten 10 Tage im gesamten „hohen“ Norden nicht gerade rosig. So beschließen wir Richtung Tromsø zu fahren, um dort 1-2 Tage Regen zu überbrücken.
Tromsø und Sommarøya, Teil 5
In Tromsø möchten wir zumindestens einen Regentag überbrücken. Da der Campingplatz in der City voll ist schlafen wir wieder in den Bergen auf der Insel Kvaløya. Es regnet kräftig und ist ziemlich ungemütlich und kalt. Der nächste Morgen startet wechselhaft und es hört auf zu regnen. In Tromsø vertreiben wir uns die Zeit im Einkaufszentrum, gehen im Egon’s Essen und schauen uns das Polarmuseum an. Abends geht die Fahrt Richtung Sommarøya von dort geht die Fähre (Brensholmen) nach Senja (Botnhamn).
Das Polarmuseum. Hier erfährt man alles über die versch. Polarexpeditionen und Fangtraditionen.
Die Eismeerkathedrale. Roal Amundsen ist in Tromsø überall präsent.
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Unser freistehender Stellplatz kurz vor Sommarøya.
Am Ende von Kvaløya.
Sommarøya, die kleine Karibikinsel Tromsøs. Eigentlich wollten wir an unserem schon bekannten Stellplatz schlafen. Dort waren wir bereits 2022. Bei einem local kann man direkt am Wasser für ein paar Kronen stehen. Als wir ankommen steht vor uns ein Schild mit der Aufschrift: „Keine Kinder, keine Hunde“! Angeblich haben es hier Wohnmobilbesitzer mit Kindern und Hunden übertrieben. Na, prima für uns. Sehr schade. Einige freistehende Stellplätze wurden in den letzten Jahren mit großen Steinblöcke oder großen Blumentrögen blockiert. Wir fahren zurück, runter von der Insel Sommarøya und finden kurz vor der Brücke ein erhöhtes Plätzchen für uns.
Auf dem Weg zur Fähre nach Brensholmen. Es warten schon einige Autos und Womobile. Eine beliebte Fährverbindung nach Senja. Mindestens eine Stunde vorher da sein! Strammer Seegang 😂
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Senja, Skaland, Husfjellet, Teil 6
„Immer wieder Senja“
Die Wetteraussichten im „hohen“ Norden, Nordnorwegen sind alles andere als gut! Ein großer Tiefdruckwirbel mit heftigem Regen und Wind haben diesen Teil Norwegens für die nächsten 8 Tage im Griff. Weit hinunter bis Trondheim. Trotzdem fahren wir auf die Insel Senja nach Skaland und nutzen noch ein paar Stunden einigermaßen trockenes Wetter. Auf Senja ist erstaunlich wenig los. Klar, jeder will diese wahnsinnig wunderschöne Insel mit ihren hohen, spitzen Bergen und tiefeinschneidenden Fjorde bei schönem Wetter erleben. Wir kennen Senja bereits sehr gut, waren auf einigen Gipfeln. Aber auch bei Regen und wolkenverhangen können diese Berge toll aussehen.
Eine Nacht werden wir auf dem Campingplatz in Skaland schlafen. Diese Platz ist normal immer voll. Dieses Mal stehen nur ein paar wenige Womobile mit uns herum.
Wir entscheiden uns bei diesem Wetter kurzfristig für die Tour auf das Husfjellet. Auf dem Husfjellet haben wir bereits gezeltet… bei schönem Wetter.
"Zähne des Teufels“ am Ersfjord.
Fahrt von Botnhamn, vorbei an Senjahopen, entlang des Mejfordes und des Ersfjordes. Mit Blick auf Segla, Breitinden, Zähne des Teufels. Kleiner Strand hinter Skaland.
Über Sommerdalen zum Husfjellet
Die ersten paar Höhenmeter ist der Weg hoch hinauf nach Sommardalen noch trocken… denke ich. Aber bald zeigen sich die ersten Sumpflöcher. Von der Hochebene Sommardalen hat man einen schönen Blick hinunter auf der Bergsfjord und weit bis Hamn i Senja. Weiter geht es für uns Richtung Husfjellet und der Weg wird zur Herausforderung. Sumpf so weit das Auge reicht. Die Holzbretter und Holzstege im Matsch und Wasser teils versunken. Ausweichen ist fast unmöglich. Irgendwie schaffen wir es doch. Die Füße sind nass und die Schuhe dreckig. Jazz versinkt im Schlamm und sieht dementsprechend aus. Es wird merklich ungemütlicher, der Wind pfeift und es beginnt zu nieseln. Die „Zähne des Teufels“ sind noch zu erkennen. Schnell schiesse ich ein Foto, da sich rasch dichte Wolken über die Berge ziehen. Die restlichen Meter steigen wir bis zum Gipfel auf. Von oben, auch bei dieser Witterung eine beeindruckende Stimmung. Nach einer kurzen Pause machen wir uns auf den Rückweg, durch die Sumpflöcher hindurch, erreichen Sommardalen und laufen schließlich das letzte Stück durch den Birkenwald bis zum Campingplatz von Skaland. Dort erwartet uns eine angenehme, warme Dusche.
Wir haben 4 Grad! Skaland, vorbei an Bergsbotn bis nach Finnsnes.
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Wir verlassen schweren Herzens Senja. Das Wetter ist sehr schlecht mit Starkregen und Wind…, und so meldet es die nächsten sieben Tage. Aussitzen ist keine gute Lösung.
wir kommen wieder … „Immer wieder Senja“
Fahrt von Senja über Lødingen zum Lofoten Beach Camp.
Das Wetter spielt verrückt. In Lødingen schlafen wir für eine Nacht auf dem Bobilplatz am Hafen. Hier lacht abends noch ein Regenbogen für uns. Am nächsten Morgen geht es bei wechselhaftem Wetter weiter bis nach Flakstad zum Lofoten Beach Camp.
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Lofoten Beach Camp, Teil 7
Die Mädels wollen Surfen… und das geht im hohen Norden am besten in Flakstad beim Lofotenbeachcamp am Skagsanden. Wir sind sehr gerne hier an diesem Platz und man fühlt sich immer wohl. Nordnorwegen erlebt im Moment einen Kälteeinbruch mit erstem Schneefall auf den Bergspitzen. Zum Glück hatten wir die besten Sommer in Nordnorwegen (seit man in Norwegen denken kann) erleben können. Dieses Jahr ist es eben anders. Hier in Flakstad 9 Grad Außentemperatur, Regen und Wind. Die Wellen sind ganz ordentlich… anders als beim letzten Mal. Vielleicht doch ein bisschen zu heftig? Wir werden sehen. Mittags kommen wir im Regen an, der Camp. Platz nicht mal zur Hälfte belegt ( das wird sich spätestens bis zum Abend ändern). Gut für uns, so können wir einen netten Platz in der vorderen Reihe aussuchen. Die Lofoten sind wie die letzten Jahre voll mit Touristen.. per Wohnmobil, Vans… alles ist mit dabei. Frei stehen fast nicht mehr möglich. Verständlich. Die Einheimischen möchten ihren Privatgrund und die Natur schützen. Für uns kommt hier bei dem Wetter im Moment nur Surfen in Frage. Heute ist noch Pause und ausruhen von der Fahrt. Morgen geht’s auf die Bretter.
Regen, Starkregen, Wind und Sonne Wolken Mix. Das Wetter spielt verrückt. Unser Platz, bunte Lofoten Vans.
Es geht los. Erst mal die Bretter raussuchen. Dicker Neoprenanzug mit Handschuhen, Schuhen und enganliegender Mütze. Am Nordmeer herrschen andere Temperaturen.
Ordentliche Wellen.
Abends Essen im Restaurant.
Abschied vom Lofotenkurztrip. Dieses Jahr geht es mit der Fähre von Moskenes nach Bodo, um schnellstmöglichst Richtung Süden zu kommen. Aufgrund der weiteren Wettervorhersage haben wir leider endgültig entschieden, uns für dieses Jahr vorzeitig von Nordnorwegen zu verabschieden.
Weiterfahrt nach Süden, Teil 8
Einige Kilometer lassen wir hinter uns und übernachten für eine Nacht in Trofors. Der Platz ist immer fest in unsere Rückreise mit eingeplant. Ein super schönes Fleckchen unterhalb der E6 an einem See. Hier können Einheimische über die Forstverwaltung einen fixen Stellplatz für die Sommersaison mieten…. Und für Durchreisende ist es, falls der Platz frei ist, für eine Nacht erlaubt zu campen. Wir bekommen unseren gewohnten Platz mit Holzterrasse. Neben uns Einheimische, die ihre Sommersaison am Wochenende hier beenden. Ungewöhnlich kalt sei es in den letzten Tagen, meinte der local. Bilder können zum Ansehen angeklickt werden.
Trondheim, Zwischenstopp beim Italiener.
Trofors verlassen wir frühmorgens um gegen Mittag in Trondheim zu sein. Der Platz auf dem Bobilplatz direkt in der City ist reserviert. Wir möchten unbedingt einen Tisch beim Italiener bekommen. Noch regnet es in Strömen. Gegen Abend soll aber die Sonne scheinen. Wir laufen eine kleine Runde entlang der alten Handelshäusern und sitzen pünktlich um 19.45 Uhr am Tisch beim Lieblingsitaliener. Es gibt Pizza, Pasta mit Muscheln, Shrimps und Fisch. Vor Mitternacht checke ich nochmals yr.no und wir entscheiden uns für die Westküste. Dort soll das Wetter stabil bleiben. Am nächsten Morgen, früh aufstehen und die Fahrt geht zäh bis nach Ulsteinvik nach Flø. Dort nochmals eine Nacht auf einem Campingplatz (Flø Feriencenter)
schlafen. Die Fahrtage sind immer sehr anstrengend und man ist froh, wenn man Etappen, die man sich vornimmt erreicht. Wir erreichen wie geplant Hodddvik
Hoddevik, Teil 9
Hoddevik ist ein Dorf und Surfstrand in der Gemeinde Stad in der Provinz Vestland. Das Dorf liegt an der Westküste der Halbinsel Stadlandet. Hoddevik hat eine gute Brandung, bleibt aber aufgrund der umliegenden hohen Berge sehr windgeschützt. Der Surfstrand zählt zu den besten 10 in Europa. Besonders in den Monaten Oktober bis Dezember während den Winterstürmen sind hier sehr große Wellen zu erwarten.
Die Fahrt nach Hoddevik und speziell hinunter zum Dorf ist abenteuerlich. Einspurig, enge Serpentinen. Mit seinen atemberaubend dramatischen Bergen auf jeder Seite, kleinen Bauernhöfen mit ihren Feldern, wunderschönen kleinen Häusern auf jeder Seite der kerzengerade Straße.. eine schöne Gegend.
Als wir ankommen ist es noch bewölkt. Wir mieten uns für ein paar Tage beim Hoddevik Strandcamp. einen Stellplatz. Das Camp wird familiär ( sehr nett) geführt, sehr einfach mit wenigen Stromplätzen und einer Dusche mit Toilette. Öffentliche Toiletten gibt’s vor Ort.
Serpentinen hinab nach Hoddevik
Das erste Haus von Hoddevik. Wunderschöne alte Bootshäuser. Das Strandcamp mit Sauna und schönen Stellplätzen direkt am Hoddevikstrand. Von der Kommune wurde eine Snackbar bereitgestellt. Das Surfhaus mit Verleih, Shop und Café.
Hoddevikastrand. Anstatt surfen lassen sich die Mädels mit dem SUP über die Wellen gleiten. Jazz ist zufrieden und beobachtet das Geschehen vom Strand aus.
Schafe einfach überall. Diese waren freundlich gestimmt. Bilder können zum Ansehen angeklickt werden.
Die Straße durch Hoddevik führt kerzengerade hindurch. Schöner Sonnenuntergang von der Mole aus.
Mosekleivhornet
Mosekleivhornet ist ein 500 Meter hoher Berg auf der Halbinsel Stadlandet. Er ist ein
beliebtes Ziel für Wanderer und kann von verschiedenen Ausgangspunkten erklommen werden. Die Tour von Hoddevikveggen aus gilt als sehr anspruchsvolle Route, die eine gute Erfahrung erfordert. Das Schild am Beginn dieser weglosen Route sagt schon alles: „Steinschlaggefahr“.
Wir entscheiden uns nicht für diese Route, sondern laufen die Serpentinen von Hoddevik bis zum Ausgangspunkt am Hoddevikfjellet. Zuerst geht es durch sumpfige Heide hinauf über weites Gelände. Zwischen den tiefen Felsspalten hat man schon eine schöne Aussicht auf den Hoddrvikstrand. Oben angekommen ein wundervolles Panorama. Der Hoddevikstrand und das Nordmeer strahlen, Blick bis nach Bremanger zum Hornelen. Die Sunnmøre Alps sind in weiter Ferne erkennbar. Nach einer Pause geht es zurück nach Hoddevik. Die Mädels backen Coockies und wir genießen später noch ein Sonnenbad am Strand. Abends wird noch den Surfern zugeschaut. Morgen geht es eine Bucht weiter nach Ervik.
Die Serpentinen von Hoddevik hinauf durch einen alten Birkenwald bis zum Hoddevikfjellet. Blick nach Bremanger zum Hornelen. Aussicht auf Hoddevikbeach, Hoddevik,
Gegen Nachmittag setzt die Flut ein und immer mehr Surfer kommen hier im Camp an. Eine tolle Stimmung, die Wellen werden größer, die Gischt taucht die Umgebung nebelig ein. Lena entscheidet sich noch für ein spätes Bad. Wir beobachten das Spektakel. Unser letzter Abend in Hoddevik.
Ervik, Teil 10
Ervik ist ein kleines Dorf mit einer dramatischen Geschichte und einem der besten Surfstrände in Norwegen. Die Gegend um Ervik und dem Vest Kapp ist zum Teil sehr rauh. Direkt neben dem schönen Sandstrand befindet sich der kleine und seltsam anmutende Friedhof und eine Kapelle, die im Gedenken an die Passagiere des Hurtigruten-Dampfschiffes «Sanct Svithun» erbaut wurde, das 1943 hier sank. Als wir mittags in Ervik ankommen tobt die Brandungg. Wildes Meer, hohe Wellen, Wind bei purem Sonnenschein. Ein Landwirt hat hier auf einer großen Wiese ein paar einfache Stellplätze (4 mit Strom), ohne Toilette, aber Frischwssser. Und das alles direkt am Strand. Wir sind allein und somit suchen wir uns auch den besten Platz mit Strand/Meersicht aus. Um die Ecke eine sehr schöne, einfach angelegte Grillstelle. Hier werden wir auf jeden Fall die nächsten Tage bleiben. Es meldet gutes und warmes Wetter.
Ervikbeach
Unser Stellplatz und Zugang zum Strand mit Feuerstelle. Auch hier steht eine Snackbar. Kirche und Friedhof mit Kapelle von Ervik.
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Kunstwerke auf alten Häusern von Ervik. Der kleine Surfshop von Ervik.
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Am Minihafen, alte Boote und Bootshäuser.
Abendstimmung an der Feuerstelle mit Musikbox, Marshmallows grillen und den Sonnenuntergang genießen.
Hushornet mit Nipa und weiter zum Vest kapp
Ralf und ich entscheiden uns noch für eine längere Tour in dieser Gegend. Die Mädels legen einen Strandtag ein. Die Tour von Ervik zum Hushornet, weiter zum Nipa und vom Nipa querfeldein zum Vest Kapp. Es gibt mehrere Routen und wir möchten die selten begangene, weglose Route laufen. Ralf, Jazz und ich starten früh. Der Beginn der Tour ist nicht ersichtlich. Ratlos stehen wir erstmal im Gestrüpp. Wir schauen nach oben und laufen einfach mal drauf los, durch Gestrüpp, klettern über Schafszäune mit Stacheldraht und stapfen im Heidekraut umher. Ganz schön steil geht es hoch. Jazz meint, er müsste den Berg in einer Marathonzeit erklimmen. Ich komme gar nicht so schnell hinterher und muss ganz schön schnaufen. Bald wird das Gestrüpp lichter und wir laufen über Wiesen -und Felsgelände bis zum Gipfel des Mosekleivhornet. Steil geht der Abgrund nach unten, der Blick auf den Ervikbeach, den Hovden mit der vorgelagerten Insel Knobbenholmen ist sehr schön. Weiter geht es Richtung Nipa auf einem schmalen Schafspfad entlang des Grates… der plötzlich endet und wir stehen wieder im Gestrüpp. Vor uns Weite und in der Ferne das Vest Kapp. Auf dem Nipa stehen wir bereits. Also, hier müssen wir irgendwie durch, nach oben. Querfeldein weiter durch Heidekraut, Sumpf und dichtes Gestrüpp. Wenn da nicht diese fiesen Löcher im Gelände wären, die erschweren das Laufen ganz schön. Die Wetterstation von Vest Kapp ist in Sicht und bald sind wir dann auch oben, am Vest Kapp. Dort gibt es ein Café und Kleinigkeiten zum Essen. Eigentlich könnte man es sich ja auch einfach machen und mit dem Auto zum Vest Kapp hinauffahren. Für den Rückweg entscheiden wir uns tatsächlich die Straße nach Ervik, 9 km zurückzulaufen. Nach 5 Std. komplette Gehzeit kommen wir am Ervikstrand an. Den Rest vom Tag wird in der Sonne gechillt.
Von Ervik aus hinauf durch die Heide. Es gibt Trampelpfade von Schafen. Blick vom Hushornet auf Ervik und Strand mit Hovden und Knobbenholmen.
Weiter über Nipa zum Vest Kapp. Von oben Ausblick nach Bremanger, die Sunnmøre Alps. Rückweg auf der Straße bis nach Ervik.
Strandtag und ein warmer Abend mit Sandflies, Bratapfel und einem schönen Sonnenuntergang.
Hovden mit Knobbenholmen
Im Jahr 1942/43 wurde von den Deutschen ein Schotterweg auf den Hovden gebaut. Hier treffen wir auf Bunker und Tunnel - Hinterlassenschaften aus dem 2. Weltkrieg. Die Tunnel sind begehbar und enden mit einem Balkon mit wunderbaren Blick auf Little Hovden und der vorgelagerten Insel Knobbenholmen mit einem Leuchtturm. Von Hovden gab es zu dieser Zeit eine Seilbahn auf Little Hovden. Der Hauptunnel ist 100 m lang und von ihm führen Seitentunnel mit einer Leiter nach oben auf den Hovden. Die Schotterstraße ist längs zugewachsen. Wir laufen nur durch den Haupttunnel, schauen vom Balkon auf Little Hovden und Knobbenholmen. Auch auf Little Hovden sieht man Eingänge von Bunkern. Den schöneren Ausblick auf die Bucht hat man von ganz oben auf dem Hovden. Eine aufdringliche Ziege verfolgt uns und will uns vom Berg boxieren.
Das Fjordpferd. Wir treffen in Ervik auf einer Koppel noch diese schönen Pferde. Eine Rasse, in Fjordnorwegen geboren und das Nationalpferd Norwegens. Früher wurden sie auch als Arbeitspferde eingesetzt. Zu erkennen sind sie an ihrem charakteristischem schwarzem Streifen auf dem Rücken, besonders dann, wenn die Borstenmähne kurz geschnitten ist.
Nach fünf Tagen nehmen wir Abschied von Ervik. Irgendwie ist in dieser Zeit hier die Welt stehen geblieben. Wir haben uns an diesem Plätzchen sehr wohl gefühlt. Auch unsere Freunde, die Schafe lassen uns nicht gehen.
Kurzer Abstecher zum Kannesteinen, Måloy.
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Fjordnorwegen, auf der Rückreise nach Süden, Teil 11
Den schnellsten Weg Richtung Süden geht für uns entlang des Nordfjordes, vorbei an Nordfjordeidet, Stryn und bis nach Loen. Dort schlafen wir für eine Nacht auf dem wunderschön gelegenem Sande Campingplatz, direkt am Lovatnet. Freies Stehen ist hier in der Gegend fast nicht mehr möglich. Überall Warnschilder, Verbote etc. Ein Schilderwald. Zu Recht! Die Einheimischen haben gut gesagt „die Nase voll“. Wir sehen noch den ein oder anderen Van der trotz Verbotsschild sich ausbreitet als sei er auf einem Campingplatz. Da wir gegen Ende des Urlaubes etwas faul sind, beschließen wir am nächsten Morgen (wenn das Wetter passt) noch mit der Loen Gondel auf den Hoven zu fahren. Der Ausblick soll von dort oben sehr schön sein.
Rundumblick vom Hoven.
Ausblicke von unserem Platz auf dem Sande Camp. Bilder können zum Ansehen angeklickt werden.
Die steilste Gondel Europas.
Um 10 Uhr sind wir am Parkplatz der Gondel. Es stehen bereits 5 Reisebusse dort, gerade verlassen Massen von Menschen zwei Busse. In den anderen sitzen noch Touristen darin, während schon die nächsten zwei Busse anreisen. Das kann ja heiter werden! Im Hafen von Olden liegen zwei Kreuzfahrtschiffe. Eines davon ist riesig! Wir stellen uns in der langen Menschenschlange mit an. Eine 3/4. Std Anstehen und dann sind auch wir endlich oben auf dem Hoven. Von oben schöner Ausblick auf den Innervikfjord, Lovatnet, Loen, Olden, Olderdalen, Briksdalbreen. Ralf und ich laufen noch etwas höher hinauf, endlich Ruhe.
Ein schöner Ausblick. Wir trinken in dem Restaurant auf derTerrasse noch einen Kaffee und nehmen bald eine Gondel ins Tal. Die Preise für die Gondelfahrten sind recht teuer und langes Anstehen sollte man evtl. mit einplanen. Es gibt die Möglichkeit auf der Hälfte der Strecke das Auto auf dem Parkplatz (gebührenpflichtig) Rakssetra abzustellen und die restlichen 1 1/2 Std. auf den Hoven zu laufen.
Fahrt vorbei an Ringebu. Hier steht eine von den ältesten und gut erhaltenen Stabskirchen Norwegens.
Wir schaffen es noch bis Oslo. Dort schlafen wir für eine Nacht auf dem Bogstad Campingplatz (sehr zu empfehlen, sanitäre Einrichtungen super) und gehen ins Luise zum Essen. Unser Plan nach Stockholm zu fahren steht fest.
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Stockholm, Städtetrip, Teii 12
Die schwedische Hauptstadt Stockholm umfasst 14 Inseln eines großen Archipels in der Ostsee, die durch mehr als 50 Brücken verbunden sind. Zwischen den Kopfsteinpflasterstraßen und ockerfarbenen Gebäuden der Gamla Stan (Altstadt) findet man die Nikolaikirche aus dem 13. Jahrhundert, den Königspalast und das Nobel Museum mit zahlreichen Exponaten rund um den Nobelpreis. Mit Fähren und Ausflugsbooten kann man die entfernten Inseln erkunden. Campingplätze gibt es nicht viel, die Bewertungen im Internet eher negativ. Wir entscheiden uns für den Platz in Bredäng. Er liegt außerhalb der Stadt an einem Naturreservat. Mit der U-Bahn ist die City Stockholms in 15 Min.
zu erreichen. Der Platz besteht aus Wiesengelände, die sanitären Einrichtungen sehr einfach ( teils offene Kabinen, Privatsphäre beim duschen = 0) und veraltet. Da wir eh tagsüber in der Stadt unterwegs sind, ist der Platz in Ordnung.
Bunte Häuser in der Altstadt „Gamla Stan“
Mit der U-Bahn (lösen ein Mehrtagesticket) fahren wir bis zur Ausstiegsstelle Gamla Stan, die wunderschöne Altstadt Stockholms. Wir kommen zuerst am königl. Schloss vorbei und schauen zufällig bei der Wachablösung zu. Die engen Gassen, Cafés und die netten kleinen Geschäfte laden zum bummeln ein. Sonnenuntergang auf der gegenüberliegenden Insel von Gamla Stan von der Insel Södermalm aus.
Gamla Stan, die Altstadt von Stockholm. Von handgefertigten Süßigkeiten, Teeladen, Blumenladen, nette Cafés mit Süßem, schwedische Spezialitäten… es gibt einfach alles. Im Nordiska Einkaufszentrum ein Kknekki Reich für unsere Mädels.
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Die schmalste Gasse in Gamla Stan, begehbar von einer Seite, 90 cm breit.
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Das Portofino, ein italienisches Restaurant mit hervorragender Küche und sehr freundlichem Service. An drei Abenden haben wir hier gegessen. Eine köstliche, kleine Speisekarte. Selbstgemachte Pasta herrlich!
Im Arket gibt es leckere süße Stückchen und Matcha Latte.
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Carl XIV Johan
Fahrt mit dem Schiff ( Linienverkehr in Stockholm) auf die Insel Djugården, vorbei an Schlössern, dem Nationalmuseum und prunkvollen Bauten zum Vasa Museum. Nordiska Museum, köngl. Schloss
Das Vasa Museum auf der Insel Djugården
Die Vasa war ein schwedisches Kriegsschiff , die zu den größten und am stärksten bewaffneten Kriegsschiffen ihrer Zeit zählte. Bereits zu Beginn ihrer Jungfernfahrt am 10. August 1628 sank die Vasa nach nur etwa 1300 m Fahrtstrecke. Nach Bergung 1961 wurden ihre Bestandteile stabilisiert und restauriert. Sie besteht aus 90% Originalteilen, darunter 700 Figuren mit teils fratzenhaften Gesichter, die die Stärke Schwedens darstellen sollten. Die Besatzung bestand aus 437 Personen, 30 davon überlebten den Untergang.
Das Schiff war erstaunlich gut erhalten, was auch daran lag, dass der sogenannte Schiffsbohrwurm, der sonst alle Holzgegenstände in kürzester Zeit zerstört, aufgrund des niedrigen Salzgehaltes in diesem Teil der Ostsee nicht vorkommt.
Die Vasa in voller Größe.
Das Museum von der Aussensicht an. Es sind hier nicht die Segelmasten der Vasa zu sehen. Die noch aus dem Wasser ragenden und die Schifffahrt behindernden Masten wurden Jahre vor der Bergung gekappt (der Rumpf lag tief genug, um die Schifffahrt nicht einzuschränken).
Ein Originalmodell der Vasa mit Achterdeck, Innenansicht und Kabine.
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Farbenfrohe Figuren. Meeresgöttin -und Gott. Der Löwe steht für Stärke. Das Achterheck.
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Verschiedene Ansichten der Vasa. Ein wirklich beeindruckendes Museum.
Am letzten Abend in Stockholm im Portofino bekommen wir alle ein Glas Prosecco auf Kosten des Hauses. Für unsere Mädels natürlich das erste Mal! Am Schluss trinkt Ralf den Prosecco.
Wir verabschieden uns von Stockholm. Eine sehr schöne Stadt! Um die Stadt und die Umgebung richtig kennenzulernen sind vier Tage natürlich viel zu kurz.
Abschied aus Skandinavien.
Für uns geht es definitiv jetzt nach Hause. Unsere letzte Nacht in Skandinavien verbringen wir wieder in Råå, einem kleinem Dorf bei Helsingborg/Schweden am Wasser.
Trotz des Schlechtwettereinbruches (mit Temperaturen teils um die 4 Grad) über 10 Tage in Nordnorwegen war es wieder ein toller Urlaub mit vielen Eindrücken und Erlebnissen. Neues und nette Menschen haben wir kennengelernt. Eine gewisse Freiheit und Ruhe zu spüren und das in dieser wunderschönen Natur gibt es meiner Meinung nach in keinem anderen Land in Europa wie in Norwegen.